Yescada

Yescada

Yescada ist eine wahre Geschichte sowohl für Kinder als auch für Erwachsene.

 

Seit der Machtübernahme des Tyrannen Tratos in Yescada versuchen 12 Kämpferinnen und Kämpfer eine Prophezeihung zu erfüllen Wenn das was verloren ging, vereint wird, dann kann keine Kraft und Macht der Welt, diese besiegen".

Sie stellen sich den Abenteuern, Herausforderungen, Vorurteilen und Ängsten, vor allem stellen sie sich selbst. In der Welt von Yescada gibt es Königinnen und Könige, Prinzessinen und Prinzen, Magier, Zauberer, Hexen und Feen, Drachen, Riesen, Zwerge und Trolle und vieles mehr. Einer der die Prohezeihung kennt ist Dido, der immer versucht, dass sich die "Auserwählten" ihrem ICH stellen und über sich hinauswachsen. So schnell wie Dido kommt, so schnell geht er auch immer wieder unbemerkt. Dido ist ein alter weiser Mann und ist nur 1,20 Meter groß. Doch er ist charismatisch und sympathisch. Sein Lächeln und seine Wärme, welche er ausstrahlt, wecken ungeahnte Kräfte in anderen Personen. Zwei Personen liegen ihm besonders am Herzen, die Prinzessin Nova und der Waise Sevo. Die Gemeinsamkeiten der beiden bestehen nur im Drang die Prophezeiung zu erfüllen, ansonsten gibt es große Unterschiede. Prinzessin Nova, die disziplinierte mutige und gewissenhafte Kämpferin und der Waise Sevo, der unbekümmerte, gelassene und unberechenbare Kämpfer. Zwischen den beiden gibt es immer wieder Streit und Trennungen, weil sie beide zu sehr mit sich selbst beschäftigt sind und nicht das Wesentliche sehen. Trotzdem gibt es auch Witz, Humor, Sarkasmus, Leid, gefühlvolle Nähe und natürlich auch Liebe. Der Tyrann Tratos will unterdessen unbedingt eines, den Waisen Sevo gefangen nehmen. Das ist ihm seit der Machtübernahme noch nicht gelungen und nennt den Waisen Sevo einen Feigling. Er setzt eine hohe Belohnung auf Sevos Ergreifung aus. Werden die "Auserwählten" es schaffen die Prophezeiung zu erfüllen oder werden sie scheitern?

 

Kapitel 1

….. Nova flüsterte zu ihrem Bruder Alves „Ich traue ihm nicht und du hast ihn all die Jahre nicht gesehen, was macht dich sicher, dass er immer noch dein Freund ist?“
„Manche Leute ändern sich nie, nie hat ihn etwas zum Schlechteren verändert, glaube mir. Außerdem glaubt Dido an ihn und ich auch!“ Doch Nova war nicht zufrieden mit dieser Antwort aber sie vertraute ihrem Bruder. Sie ritten alle gemeinsam nach Oplid und es ergab sich so manche Unterhaltung. Kurz vor Oplid sagte Sevo „So nun reitet voraus, ich komme etwas später nach!“

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Alves fragte ihn nicht nach dem warum und nickte. Burgherrin Bara sagte „Wir sehen uns dann in der Burg, ihr seid alle eingeladen!” Sevo und die anderen bedankten sich und er ritt auf einen kleinen Weg zu, etwas abseits vom Hauptweg nach Oplid. Rex folgte ihm. Nova sagte zu Alves „Ich will sehen wohin er will!“ Alves rief „Nova nicht, komm wieder her!“, aber es war zu spät, er kannte seine Schwester. Wenn sie sich etwas in den Kopf gesetzt hat, dann ist sie nicht mehr davon abzuhalten. Deswegen unternahm Alves nichts, um sie aufzuhalten. Er hoffte nur, dass es mit den beiden Streithähnen gut gehen würde.

Nova ritt Sevo hinterher aber mit sicherem Abstand, um nicht von ihm gesehen zu werden. Schließlich blieb Sevo stehen, um aus seiner Flasche etwas Wasser zu trinken. „Sieh an, du traust dich mal wieder nach Oplid?“, sagte eine krächzende Stimme. Hinter dem Felsenvorsprung kam eine alte Frau heraus, mit einem grünen Kleid, einem grünem großen Hut und einem Besen in der Hand. Nova war etwas weit entfernt und sah nicht jene Person, die mit Sevo sprach sie hörte nur Rex knurren. Sevo nahm die Flasche von den Lippen und sagte „Ein heißer Tag wird das, möchtest du auch etwas, nicht das du mir verdurstest?“ Die alte Frau lächelte ein wenig und sagte „Deine Unverschämtheit hast du in all den Jahren nicht verloren!“ Diese alte Frau war die Hexe Grimelda. Sevo gefiel es überhaupt nicht, dass er sie sah aber er ließ es sich nicht anmerken. Sie waren immer Feinde gewesen. Sie lief um Sevo herum. „Was treibt dich nach Oplid?“, fragte sie neugierig. Nova kam unterdessen langsam zu Sevo hinzu. Schließlich blieb die Hexe Grimelda wieder vor Sevo stehen und meinte „Nun?“
„Oplid, wirklich?“, antwortete Sevo als ob er nicht wusste wo er war. Unterdessen kam Nova an und Sevo sah sie nur kurz an. „Wer bist denn du mein Kind?“, fragte die Hexe Grimelda. Nova antwortete ohne ihren Namen zu nennen. „Ich suche nur den Weg nach Oplid!“ Grimelda sah Sevo an und wieder Nova und sagte „Halte dich westwärts. Aber reite alleine und hüte dich mein Kind vor diesem unverschämten Jungen, er ist der größte Feigling hier im Lande!“ „Danke, ich reite immer alleine aber das werde mir merken, es sind ja viele Diebe und Feiglinge hier in der Gegend!“, antwortete Nova unbeeindruckt. „Wie recht du hast, mein kluges Kind!“, erwiderte Grimelda. Der Waise Sevo blieb gelassen. "Wir beide sehen uns noch gewiss, dann wirst du nicht mehr so leicht entkommen!“, sagte Grimelda zu Sevo. Sie war zwar alt aber doch gefährlich klug. Sie ging ein paar Schritte und drehte sich noch mal um und sagte „Sage Dido, auch diesmal wird es nicht gelingen!“ Sie lachte krächzend, stieg auf ihren Besen und flog davon. Nova sah zu Sevo und sagte „Es ist doch erstaunlich, wie viele Feinde du hast, tja Feiglinge haben es nicht leicht! Wer war diese alte Frau?“, fragte Nova. Er sah sie an und sagte „ Die Hexe Grimelda, und du irrst, sie ist eine sehr gute Freundin von mir!“ Nova sagte streng, „Ich behalte dich im Auge und wenn du meinen Bruder hinter das Licht führst, dann wirst du mich kennenlernen!“ Sevo verstaute seine Flasche Wasser und erwiderte nichts auf diese Worte von Nova. „Hast du mich verstanden?“, fragte Nova energisch aber sie bekam keine Antwort. Sevo zog kurz an den Zügeln und ritt in die Stadt Oplid, hinter ihm Nova und Rex, der lange der Hexe Grimelda nachbellte……

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...Man nennt ihn einen Feigling aber wir tun das hier nicht. Nur die Feinde Yescadas tun dies. Er mag kein Benehmen haben aber er ist einer von uns!“ „Warum wird er denn ein Feigling genannt?“, fragte Nova. „Dies ist eine lange Geschichte und die Vergangenheit soll ruhen!“, sagte Synta und lächelte. „Irgendwann werde ich es eh erfahren Synta!“, erwiderte Nova aber Synta lächelte nur. „Der Grund, weil ich noch zu später Stunde zu dir gekommen bin ist, um dir einen kleinen Stein zu geben, der dich beschützen soll. Dieser Stein heißt Maci. Wenn du in Not bist, dann wirf ihn auf die Person, die dich bedroht. Ich wünsche euch viel Glück!“, sagte Synta. Nova nahm den Stein bedankte sich und betrachte ihn sorgfältig. Der Mond war voll und schien in das Zimmer von Nova. Synta ging zum Fenster und lächelte. Nova, die dies bemerkte ging ebenfalls zum Fenster. Beide sahen Sevo draußen Spazierengehen. Sevo setzte sich auf einen Hügel und sah den Mond an. „Was tut er da?“, fragte Nova. „Er spricht mit dem Mond! Oft als er klein war, war der Mond in der Dunkelheit sein einziger Freund. Sevo geht oft bei Vollmond heraus, er ist manchmal wie ein einsamer Wolf!“
„Das haben die Soldaten des König Tratoses auch gesagt, er sei wie ein Wolf!“, sagte Nova. „Ein Wolf redet mit dem Mond, er heult um zu zeigen, dass er noch da ist. Das Heulen ist eben seine Unverschämtheit, die die Soldaten hassen und ganz besonders Filipo!“, sagte Synta „Warum ist er ein Waise?“, fragte Nova. „Keiner weiß in Yescada, wer wirklich seine Eltern sind. Dido fand ihn eines Tages am Strand des Meeres, er hatte nur ein Amulett als Kette um seinen Hals. Dieses Amulett hatte die Form eines Drachens und Dido gab ihm den Namen Sevo, das bedeutet „Der Wasserdrache“. Aber das soll dich nicht weiter kümmern, ihr habt alle morgen eine große Reise vor euch!“, sagte Synta. Sie küsste Nova und verabschiedete sich. Nova machte die Tür zu und ging wieder zum Fenster. Sevo kam vom kleinen Hügel zurück und sah Nova am Fenster stehen. Er pflückte einen Apfel vom Baum, holte aus und warf ihn in die Richtung des Fensters. Nova sah den Apfel auf sich zukommen und musste sich ducken, um nicht von ihm getroffen zu werden. Sie erschrak und war tief erbost. Das war wieder mal einer von Sevos Scherzen, doch was er nicht wusste, dass Nova die Schleuder und einen Stein nahm und ihn in Sevos Richtung schleuderte.

Der Stein pfiff durch die Luft und flog sehr schnell auf Sevo zu und traf ihn am Bein. „Uahhh!“, hörte man Sevo kurz aufschreien. „Na du einbeiniger Wolf, dir bekommen wohl die Äpfel nicht?“, fragte Nova ironisch. „Ach du bist es Nova, ich habe nur eine hässliche Krähe an deinem Fenster verscheuchen wollen!“, erwiderte Sevo und rieb sich sein Bein mit seiner Hand. Er hätte es nicht sagen sollen, denn nun hagelte es nur so von Steinen, die dicht neben ihm in den Apfelbaum einschlugen. Sevo brachte sich in Sicherheit mit einem kühnen Sprung hinter einer kleinen Marmorbank. „Es dauerte eine Weile bis er sich traute über die Bank zu sehen aber Nova hatte sich schon beruhigt und hingelegt. „Nicht schlecht dein Sprung!“, sagte Dido, der auf dem Apfelbaum saß und langsam heruntergleitete. Dido konnte nämlich fliegen und manchmal erlaubte er es ganz lieben Personen es auch zu tun mit seiner Kraft. „Wer hat denn dieses Ungeheuer nur erschaffen?“, fragte Sevo. Dido lachte und sagte, „Ja sie ist schon was ganz besonderes!“ „Du sagst es, zielen und treffen kann sie wie keine anderere aus dieser Entfernung!“, sagte Sevo, der froh war nicht mehr abbekommen zu haben. „Wer ist denn diese Nova?“, fragte Sevo. „Nova ist die Schwester von Alves. Als sie geboren wurde, gab es weit und breit kein schöneres Kind. Als man einen Namen für sie gesucht hatte und keinen fand, sah die Fee Amira einen Adler nahe des Berges Borca.

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Dieser Adler war weiß, er hatte einen feuerroten Kopf und er war sehr groß. Der Adler sah die Fee Amira direkt an und schrie dreimal. Daraufhin gab die Fee Amira dem Kind den Namen Nova dies bedeutet der Feueradler und ihre Eltern stimmten zu. „Aber ich glaube sie hat nicht viel gemeinsam mit diesem Feueradler, nicht den Liebreiz den dieser Vogel hat und sie schreit wie eine Krähe!“, sagte Sevo grinsend, der immer noch sein Bein rieb. „Weißt du das genau?“, fragte Dido und lächelte. „Natürlich!“, sagte Sevo und zeigte auf sein Bein aber Dido war schon wieder weg. Dies bedeutete auch für Sevo endlich schlafen zu gehen. Er lief etwas komisch wegen des Schmerzes zu seinem Zimmer zurück aber er behielt Novas Fenster im Auge. Vorsicht ist besser als Nachsicht, dachte er sich, der nie dem Frieden traute…

Kapitel 2

...Das Finale lautete daher Goltan gegen Sevo. Unterdessen trafen sich Alves, Nova und Kalvin am Tor und berieten was sie tun könnten, um Sevo an den Soldaten vorbei aus der Arena zu holen. Alves hatte einen Plan aber er war sehr gefährlich und es musste alles schnell durchgeführt werden. Alves erzählte warum Sevo kämpfte, da er mit dem Bauernjungen Labes gesprochen hatte. Kalvin meinte, „Wird er denn nie seine Dummheit verlieren!“, und schüttelte dabei seinen Kopf. „Er ist nicht nur unverschämt sondern auch noch verrückt. Der verrückte Sevo, dieser Name würde besser passen!“, sagte Nova. Alves erzählte ihnen seinen Plan und alle stimmten zu. Nova sollte das Zeichen geben indem sie in die Arena hineingehen sollte. Dann sollte sie Sevo holen und mit der Hand Alves und Kalvin entgegen winken. Sie ging langsam an den Soldaten vorbei bis zu Sevos Zelt. In diesen großen Zelten waren die Kämpfer untergebracht. Als sie ihn sah, sagte sie streng, „Also höre genau zu du verrückter Holzkopf, wir holen dich hier heraus aber es muss schnell gehen, noch vor dem Finalkampf!“ Sevo erwiderte, „Nein, ich bleibe hier und kämpfe, ich habe es versprochen!“, sagte er und wickelte seine Hand ein. „Ich erinnere mich nicht dir eine Frage gestellt zu haben!“, sagte Nova erbost. „Wenn du ein Problem mit deinem Gedächtnis hast, dann ist das nicht mein Problem!“, sagte Sevo. Nova grinste ironisch und sagte, „Ach ja?“ „Ja, ein Waise hält sein Versprechen und macht immer das was er für richtig hält!“, sagte Sevo.
Sie nahm ihren Stock und sagte, „Wie schnell verheilen denn Wunden bei einem Waisen, wenn ich dir gleich eines überziehe?“ Sevo war beeindruckt von diesem Temperament.

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Sie packte ihn am Arm und er schrie auf. „Du kannst ja gar nicht kämpfen, du bist ja verletzt!“, sagte sie erstaunt. „Ich gehe hier nicht raus ohne diese Perlen und du musst mich schon hier herausschleifen!“, sagte Sevo. „Dies ist ein zu verlockendes Angebot, aber du gewinnst niemals gegen Goltan, du bist zu schwach, wenn dein Arm verletzt ist. Siehst du das nicht ein du sturer Esel?“, schrie sie ihn an. Sevo achtete nicht mehr darauf und verband sich seine Hand. Nova dachte kurz nach und sagte, „Ich kämpfe!“ Sevo glaubte nicht recht zu hören und sagte, „Wie bitte?“ Nova rollte die Augen. „Hast du deine hässlichen Ohren nicht geputzt, ich habe gesagt ich kämpfe und glaube ja nicht ich will dich retten, sondern nur den Bauernjungen und uns!“, sagte Nova laut. Sevo stand auf und sagte, „Ich glaube dir ist die Sonne nicht bekommen, du würdest nie gegen Goltan gewinnen!“ „Ich besiege diesen Goltan und habe dann noch genügend Kraft, diese unverschämten Aussagen all für alle mal aus dir heraus zu prügeln!“, sagte Nova und sah ihm tief in die Augen. Sevo erkannte, dass sie es ernst meinte. „Geh jetzt!“, sagte Sevo gelassen. „Was bist du nur für ein Heuchler, wir haben eine Aufgabe und du bringst uns alle in Gefahr und du enttäuschst Dido und alles woran wir glauben und kämpfen!“, sagte Nova laut. „Du musst es ja wissen. Was Dido angeht, ist er nie enttäuscht von mir, merke dir das!“, sagte Sevo streng.

Die Hörner erklangen und riefen zum Finale auf. Die Namen der Finalkäpfer wurden vorgelesen. Sevo sagte, „Ich habe einen wichtigen Grund wofür ich das tue!“ „Denn habe ich auch!“, erwiderte Nova „Aber ich werde gefordert, nicht du, ich werde kämpfen müssen, weil mein Name in der Arena erklungen ist, nicht dein Name. Mein Name ist wieder erklungen. Du verstehst das nicht!“, sagte Sevo. Er schob sie leicht zur Seite und ging hinaus! Goltan lachte und sagte, „Ich dachte du kommst gar nicht mehr!“ Der Kampfrichter bemerkte, dass Sevo sich die Hand eingewickelt hatte und lief zu ihm hin. Er sah die Verletzung und sagte, „Dieser Mann kann nicht kämpfen, die Verletzung ist zu schwer!“ Diese Regel bestimmte das Kämpfen in Files von Gräfin Rinia und ihren Eltern.
Dies waren faire Wettkämpfe und man hatte sich den Regeln zu beugen. Immer noch war die Gräfin Rinia die Schirmherrin und nicht Filipo. „Das war natürlich vorauszusehen, er hat nicht den Mut, um zu kämpfen!“, rief Filipo. Sevo ging zur Tribüne zur Gräfin Rinia und sagte, „Mich stört das Geschrei des Waschweibes Filipo, könnt ihr ihn nicht beruhigen? Ich möchte trotzdem kämpfen und vielleicht möchte Filipo ja gerne gegen mich kämpfen!“ Sevo war mal wieder sehr diplomatisch. Filipo erwiderte, "Jederzeit Wolflein, jederzeit!". Die Gräfin Rinia lachte und sagte zu Sevo, „Nicht mal für euch kann ich die Regeln ändern, es sei denn ein anderer übernimmt euren Kampf!“ „Kein Problem!“, schrie eine Stimme.
Es war natürlich Nova. Goltan lachte als er Nova sah und sagte, „Das ist doch wohl ein Scherz!“ Sevo sagte, „Ich wollte, es wäre einer!“ „Nun denn, wenn ihr den Mut habt, dann kämpft gegen Goltan!“, sagte die Gräfin Rinia. Sevo wollte das nicht und ging auf Nova zu, sie aber wirbelte mit dem Stock als er in ihre Nähe kam. Er drehte gleich ab und sagte nur, „Alles klar, du kämpfst!“ Natürlich wusste er, dass er sie nicht umstimmen konnte. Erst nach dem Finale und nach der Übergabe des Preises konnte Filipo Sevo festnehmen. Filipo sagte, „Ich kenne dieses Mädchen, sagt euren Namen und warum kämpft ihr jetzt für diesen Feigling?“

„Ich bin Nova und ich möchte gerne den Preis haben!“ Sie sah Filipo streng an. „Über die Gründe, warum sie kämpft, müssen wir nicht entscheiden!“, sagte Rinia und warf einen bösen Blick zu Filipo. „Es soll beginnen!“. rief Gräfin Rinia. Sevo lehnte sich an die Tribüne, und rief Goltan zu, „Pass auf deine Beine auf!“ „Deine Scherze werden schon noch vergehen, ich erwische dich beim nächsten Mal oder beim nächsten Turnier, nur wenn du Mut hast, du Feigling. Aber du wirst nie wieder Turniere bestreiten!“, erwiderte Goltan und lachte. Der Kampf begann und Goltan ging gleich auf Nova los. Nova scherzte nicht lange und traf ihn gleich paar Mal an seinen Beinen, das sehr schmerzte. „Ich habe dich gewarnt!“, sagte Sevo, aber eher ironisch. Goltan wurde wütend und sah, dass er mehr tun musste und traf ebenfalls Nova zwei Mal am Arm. „Komm schon, zeig mir was du kannst, ich denke du bist doch der stärkste Kämpfer hier!“; rief Nova ihm zu. Sie sprang in die Luft, drehte sich und trat ihm mit ihrem Bein an Goltans Brust.

Dieser fiel hin, Die Menge stand auf und war beeindruckt. Sie klatschten. Filipo gefiel das gar nicht. Unterdessen machte sich Alves Sorgen, warum all dies so lange dauerte bis Kalvin kam und ihm erklärte das Nova jetzt für Sevo kämpft. „Das ist doch mal was neues, gleich zwei Verrückte!“, sagte Alves, der das nicht so böse gemeint hatte, aber er kannte ja bereits seine Schwester. Kalvin nahm das nicht so einfach auf die leichte Schulter und ging wieder zurück zur Arena.
Dort war es sehr laut und spannend geworden. Goltan traf Nova zwei Mal auf den Rücken, so dass sie sich auf den Boden werfen und abrollen musste. Sevo zuckte und wollte helfen, doch Filipo sagte; „Du kennst die Regeln, wenn du eingreifst, hat sie verloren!“ Nova sagte zu Sevo, „Ich schwöre dir, solltest du auch nur einen Schritt in meine Richtung machen, liegst du gleich neben Goltan auf dem Boden!“ Sevo sah sie an und sagte, „Mag sein, aber bis jetzt liegst du doch auf dem Boden. Dies waren die richtigen Worte, um Nova richtig wütend zu machen. „Wer liegt gleich auf dem Boden?“, fragte Goltan und grinste hämisch. „Na du, du stinkender Kadaver!“, sagte Nova und sprang wieder hoch und schlug ihn mit dem Stock auf den Arm, dann auf die Beine, auf den Rücken und schließlich trat sie ihn wieder in die Brust, dass er auf den Boden fiel. Goltan stand nicht mehr auf und die Menge jubelte und klatschte.

„Warum ist dieser Kerl denn der beste Kämpfer, das war doch so leicht!“, sagte Nova die vor Erschöpfung schnaufte aber sich nichts anmerken lassen wollte, dass es sehr schwer war gegen Goltan. „Wir haben eine Siegerin!“, rief die Gräfin Rinia und freute sich den Preis, das erste Mal für eine Frau überreichen zu können...

 

...In der Dunkelheit reiten wir zurück und befreien den Bauernjungen Labes und suchen Rex. Sie ritten in ein abgelegen Gebiet, um dort zu warten, Nova zog sich zurück und legte ihre Kleidung nieder, windete sie, um sie etwas schneller zu trocknen. Sie wickelte sich in eine Decke ein, vielmehr, nur ihre Hüften. Sevo ging zu ihr hin und sah ihren entblößten Rücken und Striemen von dem Kampf mit Goltan. Er fühlte sich schuldig. „Kann ich dich stören?“, rief er. Sie wickelte schnell ihren ganzen Körper in die Decke ein. „Was willst du?“, fragte sie böse und gelangweilt. Ihre nassen Haare klebten zusammengeschweißt auf dem Rücken. „Ich wollte mich bedanken, was du für den Jungen Labes in der Arena getan hast!“, sagte Sevo. „Oho, sie an du kannst auch danke sagen, ich denke das können Feiglinge ja gar nicht!“, sagte sie. „Ja, mehr wollte ich auch nicht sagen!“, sagte Sevo kleinlaut nach dieser Antwort von Nova. Er drehte sich um und ging weg. Nova sah zurück und bemerkte, dass sie ihn gekränkt hatte und fast tat er ihr ein wenig leid.
Sevo sprach mit Alves. Alves sagte zu ihm, „Bitte mache das nicht noch einmal alleine. Alle haben recht auf dich wütend zu sein!“ Alves sah Sevo traurig aber ernst an. „Du auch?“, fragte Sevo. Alves musste lächeln, er konnte nie richtig böse auf Sevo sein. „Klar ich auch!“, sagte er. Kalvin ging zu Nova und leistete ihr ein wenig Gesellschaft.

„Wer hat den Plan zur meinen Befreiung ausgedacht?“, fragte Sevo. „Ich habe es außerhalb mit dem Wagen gemacht und was drinnen passiert ist, das war alleine Nova!“, sagte Alves. „Sie hat ganz alleine die Situation erkannt und mit den Perlen uns alle gerettet!“, sagte Sevo und sah etwas beschämt auf den Boden. „Das ist eben meine Schwester, sie ist sehr klug. Manchmal denkst du sie ist sehr hart, aber sie hat eine Menge Gefühl!“, sagte Alves „Wie hast du denn dir nur vorgestellt den Jungen zu retten, nachdem du denn Wettkampf gewinnst?“, fragte Alves. „Ich hätte die Perlen der Gräfin Rinia gegeben und sie hätte den Bauernjungen losgekauft oder ich hätte sie Dido gegeben.“, antwortete Sevo. „Aber du wärst gefangen gewesen. Denkst du denn überhaupt einmal nach was du machst!“, sagte Alves. Sevo sagte nichts, er hatte keine Antwort. Das war eine Schwäche von ihm, Dinge nie richtig zu Ende zu denken. Er sieht nur das Ziel, was er für richtig hält, aber das Ausmaß der Gefahr sieht er nicht. Will er auch nie sehen, sonst müsste man zu lange überlegen. Alves ärgerte sich und wusste nicht, ob Sevo wirklich an die Aufgabe glaubte. „Sevo, warum tust du das immer wieder, immer wieder bist du in Schwierigkeiten. Dido vertraut uns und du lässt dich gefangen nehmen und die Aufgabe scheitert. Denk einmal an Yescada, denke an das Ganze, nicht nur stückchenweise. Warum ist dir denn alles irgendwie egal?“, fragte Alves. Sevo drehte sich zu ihm um. „Es ist mir nicht alles egal Alves, es war mir nur wichtig. Wenn es ein Fehler war, dann tut es mir leid aber der Junge war das Wichtigste. Ich sehe diese Sachen anders als ihr. Ich werde euch immer helfen, verlasse dich darauf aber ich werde auch das machen, wozu mir mein Gewissen rät!“, sagte Sevo und ging weg. Alves war nicht ganz Sevos Meinung und Sevo wusste dies aber sie waren Freunde und Freunde, sehen über Fehler des anderen hinweg und das Wichtigste, sie machen sich Sorgen um den anderen. Das war das Wichtigste, nicht nur an sich zu denken.
Die Dunkelheit brach herein, vorsichtig und leise ritten sie nach Files zurück. Es gab keine Frage mehr, ob dies nun gefährlich sie oder nicht, sie taten es einfach. Schließlich kamen sie an der Brücke von Files an. Über die Brücke gingen nur Nova und Sevo, so hatten sie es vorher ausgemacht und alle waren damit mehr oder weniger einverstanden. Verhüllt klopfte Sevo an die Tür des Bauern und sagte, „Hier hast du eine 50 Perlen, übergebe mir den Jungen!“ „In Ordnung!“, sagte der Bauer und rief Labes und übergab ihm Sevo. „Hast du den schwarzen Hund gesehen, sein Name ist Rex?“, fragte Sevo den Jungen Labes.
Labes bejahte und zeigte ihm Rex. Rex war vom Bauern an einem Baum angekettet worden. Der Bauer hörte dies und meinte er wolle für den Hund noch einmal 10 Perlen. „Na, na, na, wer wird denn so gierig sein, meinst du ich bezahle für unseren Hund!“, sagte Nova und hielt ihm den Stock unter die Kehle. Der Bauer erschrak und sagte, „Den Hund gebe ich natürlich kostenlos dazu!“ „Wie nett!“, erwiderte Nova und nahm den Stock wieder weg….

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....„Du warst heute die Mutigste mit dem größten Herzen!“ Sie drehte sich um und sah Dido. Sie war glücklich ich ihn nach all dem zu sehen und sagte, „Dido ich bin froh dich zu sehen!“ „Ich natürlich auch meine Nova. Wie geht es dir?“, fragte Dido. „Ich bin froh, dass wir alle zusammen aus der Stadt Files heraus sind, es war heute sehr gefährlich. Sevo hatte uns in eine gefährliche Situation gebracht!“, sagte Nova ruhig mit dem Holz in der Hand. „Er wollte dich wohl den Soldaten von Filipo am Fluss übergeben?“, fragte Dido mit verstohlener Stimme. „Nein, das weiß ich jetzt, das er das nie gemacht hätte. Aber ich war sehr böse auf ihn. Er bringt mich zur Weißglut. Immer macht er das Falsche, das Gefährliche, denkt nie nach und ist der größte Dickkopf den ich kenne!“, sagte Nova böse.
 „Er wollte dich nicht verraten, sonst hätte er dir zuvor die Perlen abgenommen und wäre geflohen. Er ließ die Perlen trotzdem bei dir, weil er wusste dass du bestimmt den Jungen befreien würdest!“, sagte Dido. „So, woher weiß er denn das?“, fragte Nova streng und bückte sich um noch mehr Holz zu nehmen. „Manchmal sieht man in einer anderen Person Eigenschaften die man selber besitzt, man weiß manchmal dass sie falsch sind, aber die gleichen Eigenschaften bei einer anderen Person zu sehen macht uns böse auf die selbe Person!“, sagte Dido. „Willst du damit sagen, ich wäre so ein Dickkopf wie er?“, fragte Nova und drehte sich um aber Dido war nicht mehr da. „Gute Nacht Dido!“, sagte Nova leise mit einem Lächeln....

 

 


Kapitel 3

….Rex sprang ins Wasser und schwamm bis zur Insel. Nova und Sevo sahen zu Feresin zurück und er winkte ihnen zu. „Weiß nicht wer von den beiden der Schlimmere ist, Feresin oder der Drache Onyx!“, sagte Sevo aber Nova marschierte schon in Richtung Inselinnere. Sie werden einen Tag auf der Insel übernachten müssen und morgen zur Höhle gehen, dort wo sich der Drache Onyx aufhält. Der Drache Onyx war sehr groß und er war Grün mit einem gelben Kopf. Er hatte Flügel und flog oft um seine Insel herum. Er spieh Feuer und hasste alle Eindringlinge. Das bekannteste Merkmal war, dass Onyx sprechen konnte.
Nachdem sie eine Weile marschiert sind und Rex die Gegend absuchte, fanden sie einen geeigneten Platz für ein Nachtlager. „Alle suchten nach Holz für ein kleines Feuer. Das Feuer musste aber so klein sein, damit der Drache Onyx sie nicht bemerkte.

Sie aßen etwas und Rex legte sich neben Sevo.Es zogen Wolken auf und alle es fing an zu regnen. Sie suchten unter einem kleinen Felsvorsprung Schutz, denn unter einem Baum wäre es wegen des Blitzeinschlags viel zu gefährlich gewesen. Also rückten alle drei etwas näher zusammen. Das kleine Lagerfeuer ging nach einer Weile aus. Natürlich passte es unseren Streithähnen gar nicht so eng aneinander zu rücken aber die Not zwang sie dazu. Rex legte sich in die Mitte. Sevo und Nova wärmten sich an ihn. Nova fror ein wenig und Sevo fragte, ob sie nicht seine Decke haben wolle. „Nein danke, aber Rex hat weniger Flöhe!“, erwiderte Nova. „So ein Luder!“, flüsterte Sevo, der richtig baff von dieser Antwort war.

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Es würde die ganze Nacht hindurchregnen, so hatte es den Anschein. Rex legte ab und zu seine Ohren an, wenn ihn Sevo streichelte. „Alves hat mir nie gesagt, dass er eine Schwester hat!“, sagte Sevo zu Nova. „Er hatte mir auch nie gesagt, dass er einen Freund wie dich hat, jetzt weiß ich warum!“, sagte Nova gelanweilt. „Warum?“, fragte Sevo neugierig. „Wer will schon so einen Freund wie dich erwähnen!“, sagte Nova. „Was meinst du, warum er nie seine Schwester erwähnt hat?“, sagte Sevo grinsend. „Es gibt eben Sachen, sie sind nicht für jede Ohren!“, antwortete Nova. „Ich kenne Alves eine lange Zeit, aber es gibt auch zwischen uns Sachen, über die nicht geredet wurde aber wir vertrauen uns, das ist mehr als Geheimnisse!“, sagte Sevo, der sich nicht indirekt als Plaudertasche von Nova bezeichnen lassen wollte. „Was ist denn damals passiert, als Alves, Kalvin und du gegen König Tratos gekämpft habt?“, fragte Nova neugierig. „Gar nichts, ich bin müde!“, sagte Sevo und drehte sich weg, um zu schlafen.

Nova merkte, dass keiner über die Vergangenheit reden wollte und fragte auch nicht mehr. Sie rutschte enger zu Rex. Alle drei drückten sich so gut wie es ging eng aneinander. Sevo drehte sich wieder um und sah das Nova die Augen geschlossen hatte. Er sah sie an und dachte, „Sie ist wirklich sehr schön!“
Es regnete tatsächlich die ganze Nacht hindurch und der Regen spielte sein Lied als er gegen die Blätter trommelte und auf den Boden fiel. Am Morgen hörte der Regen jedoch auf und die Sonne rang mit den Wolken. Es stieg ein Nebel auf. Unsere drei kleinen Helden standen auf, doch die unbequeme Nacht hat ihre Spuren hinterlassen. Beiden tat der Rücken etwas weh. Sie packten ihre Sachen zusammen und zogen in Richtung Inselinnere.

..Auf der Insel gab es viele große Felsen, so etwa um die 20 bis 30 Meter hoch. Nach einer Weile sahen sie schon die Höhle des Drachen Onyx. „Am besten du rufst ihn, er wird dich verstehen!“, sagte Sevo. „Warum ich am besten?“, fragte Nova erstaunt. Sevo eilte mit schnellen Schritten voraus und sagte, „Naja, als Drache zu Drachen!“ Das hätte er besser nicht sagen sollen, denn Nova warf einen Stein nach ihm, der ihn nur knapp verfehlte und rief, „Ich hoffe er frisst dich aber auch er wird noch etwas guten Geschmack besitzen!“ Natürlich meinte sie es nicht so. Das laute Geschrei weckte den Drachen Onyx auf. Er kam aus seiner Höhle heraus und streckte seinen gelben Kopf heraus. Dann kam er ganz heraus und sagte, „Wer ist auf meine Insel eingedrungen, gibt es denn so einen Verrückten?“ Der Drache Onyx war ungefähr knapp 10 Meter groß mit einem langen Hals und Flügeln.

Nova nickte als Bestätigung auf des Drachens Frage, da sie wusste, dass der verrückte Sevo vor ihr irgendwo im Busch war. Aber auch sie war eine verrückte, das war ihr sehr gut klar. Links und rechts neben der Höhle vom Drachen Onyx stehen zwei Felsen. Sevo kam unterdessen wieder zurück und sagte zu Nova, „Am besten wir locken ihn von der Höhle weg und einer von uns holt den Teil des Steines Amiliton!“ Es war klar, was dies bedeutete. Einer musste den Lockvogel spielen und wird vom Drachen Onyx gejagt. Die andere Person würde in die Höhle gehen und den Stein holen. „Zwei Dinge du großer Stratege, woher weißt du, dass der Stein in der Höhle ist und wer soll von uns den Lockvogel spielen?“, fragte Nova eingebildet. „Onyx versteckt immer alles in seiner Höhle. Nun ja, du musst den Lockvogel spielen!“, sagte Sevo. „Warum ich?“, fragte Nova. „Nun dein Name bedeutet doch Feueradler, ist nicht das auch ein Vogel!“, sagte Sevo und eilte wieder weg. Nova blieb verdutzt stehen und sagte, „So eine Frechheit. Onyx soll mich jagen und du spazierst bequem in seine Höhle?“

Der Drache Onyx spie Feuer. Rex bellte ihn jetzt an, obwohl er sich die ganze Zeit ruhig gehalten hatte. Onyx schwang sich in die Luft und landete oberhalb seiner Höhle, um einen besseren Überblick zu haben. Nova rief zu ihm, „Hallo du da oben, ja du Langnasengesicht, da vorne ist ein Eindringling!“ und zeigte auf Sevo. „So ein listiges Luder!“, flüsterte Sevo verdutzt. Onyx lachte als er Nova sah und dann Sevo. „Was willst du Menschlein, hast du nicht schon genug gehabt beim letzten Mal?“, fragte der Drache Onyx. „Och, nichts Besonderes, nur deinen Stein!“, antwortete Sevo. Man kann nicht sagen, dass Sevo ab und zu auch mal die Wahrheit sagen konnte, aber auch wie immer in den ungünstigsten Momenten. Onyx verstand bei dem Stein keinen Spaß und flog sofort auf Sevo zu. Sevo rannte weg und an Nova vorbei und sagte, „Vielen Dank, Nova!“ Nova antwortete, „Keine Ursache, ich weiß doch dass du am Morgen deine Bewegung brauchst!“, und sie grinste dabei. Der Drache Onyx flog hinter Sevo her und rief, „Gleich habe ich dich, renne nur du Feigling!“ Auch auf der Insel Nekretes war im sein Ruf weit voraus geeilt. Unterdessen lief Nova schnell zur Höhle. Onyx setzte zum Tiefflug an und wollte Sevo mit seinen Krallen ergreifen, doch Rex sprang in die Luft und verbiss sich in eine seiner Krallen. Onyx schwenkte ab. „Lasse los Rex!“; rief Sevo als er sich umdrehte und Rex mit Onyx fliegen sah. Rex ließ los und plumpste zu Boden. Onyx gefiel das ganz und gar nicht. Mit so vielen Eindringlingen und mit solch einer Unruhe hatte er sich seit Jahren nicht mehr auseinandersetzten müssen…..

Drache Onyx

...

Unterdessen war Nova in der Höhle und suchte verzweifelt nach dem Bruchstück des Amiliton, sie wusste nur, dass er ein blauer Stein war.
Onyx wendete in der Ferne und kam wieder auf Sevo zugeflogen. Sevo schrie, „Hej, Kohlkopf, hier bin ich!“ Was zur Folge hatte, dass Onyx aus Wut Feuer spie. Sevo rette sich mit Rex mit einem Sprung hinter dem Felsen. Onyx drehte ab und sah zur Höhle. Dort kam Nova heraus mit dem Stein in der Hand. Es war Nova und Sevo klar, dass Onyx sie nicht so leicht von der Insel wieder gehen lassen würde. Nova rannte in Richtung Gebell von Rex. Dort war auch Sevo. Onyx sagte, „Ihr habt mich reingelegt, dass wird euch teuer zu stehen kommen!“ Nova war bei den beiden angekommen und schnaufte. „Ich glaube der meint es ernst!“, sagte Sevo. „Ach nein, echt, na du bist mir ein Schlauer!“, erwiderte Nova. „Hast du überhaupt den Stein?“, fragte Sevo. „Nein, ich habe mir in der Höhle seine Möbel angesehen. Natürlich habe ich den Stein, was fragst du denn so dumm!“, erwiderte Nova erbost und schnaufend. Onyx war außer sich vor Wut und kam immer näher. „Wir trennen uns, dann hat er es schwerer uns zu erwischen. Wir müssen ihn unschädlich machen, damit wir Zeit haben um die Insel wieder mit dem Stein verlassen zu können!“, sagte Sevo. „Am besten wir fesseln ihn mit einem Seil, wenn wir ihn unschädlich gemacht haben. Ich hoffe das gelingt uns wirklich, sonst wird es für uns noch wärmer hier auf der Insel!“, sagte Nova und spielte auf des Drachens Feuerspeikünste an. Plötzlich hatte Nova eine Idee „Los, jeder auf einen Felsen und dann beschießen wir ihn mit unseren Schleudern“, sagte Nova. „Ist gut, einer links, einer rechts auf den Felsen!“, sagte Sevo. Auf ein Zeichen von Sevo rannten sie alle weg, jeder in eine Richtung. Onyx schaute links und rechts aber er konnte sich nicht entscheiden wohin er fliegen sollte.

Er zog schließlich nach rechts und drehte sich in der Luft. Nova war im wichtiger. Sevo rannte zum linken Felsen und wollte nicht hochklettern, denn er hatte ja die Zauberschuhe von Zino bei sich. Er zog seine schnell aus und die Zauberschuhe von Zino an. Rex kam zu Sevo gerannt. Onyx suchte Nova, doch sie kletterte an der rechten Felswand hoch. Onyx konnte nicht an sie heran, da der rechte Felsen von den Bäumen eng umgeben war. Onyx wendete wieder in der Luft und wollte in ihre Richtung Feuer speien.

Sevo sah die Schuhe an, sagte, „Wie war das noch mal, ich glaube, ach ja, Hojha!“ und sah in die Höhe. Doch anstatt in die Höhe zu springen, warfen ihn die Schuhe nach rechts und er flog einige Meter genau in einen Dornbusch. Er schrie auf. Nova hörte den Schrei und rief, „Was machst du denn da?“ Onyx wendete wieder in der Luft und suchte nun Sevo. Er war sich nicht mehr sicher wer von den beiden den Stein hatte. „Vielleicht legen sie mich schon wieder rein und ich soll glauben das Mädchen hat den Stein!“, dachte der Drache Onyx. Sevo befreite sich aus dem Dornbusch und überlegte eilig, ob er sich nicht mit dem Spruch vertan hatte. Sevo stand wieder am Felsen, sah nach oben und sagte nun, „Bestimmt habe ich nur die Silben vertauscht, mal sehen, Hajho!“ Tja, das hätte er besser nicht sagen sollen, denn nun fingen die Schuhe brennen an. Nova war am rechten Felsen angekommen und sah Sevo schreiend mit brennenden Schuhen davonrennen. „Was macht der Junge da nur!“, sagte Nova zu sich. Sevo stampfte und zog die Schuhe aus und sagte, „Verflixter Zino, wann werde ich es endlich lernen?“

Es blitzte und donnerte und auf einmal fing es wieder sehr zu regnen an. Rex bellte Sevo an und warnte ihn vor Onyx. Sevo sprang hinter einen Felsen als Onyx mit seinem Drachenschweif Sevo treffen wollte, stattdessen nur die Äste wegschlug. Sevo kletterte so schnell wie möglich auf den Felsen. Nova nahm ihre Schleuder und schleuderte einem Stein nach dem anderen auf Onyx und traf ihn an den Flügeln
Onyx kam auf Nova zugeflogen und Sevo rief, „Du musst ihn am Kopf erwischen!“ Doch Onyx war schneller. Er flog auf Nova zu, sie duckte sich gerade noch aber etwas zu spät. Er erwischte sie mit seinem Drachenschweif und sie fiel zu Boden. Onyx drehte sich in der Luft um sie zu greifen und flog tief an Sevos linken Felsen vorbei. Sevos Felsen war höher als der rechte Felsen auf dem Nova lag. Sevo nahm ein Seil, wartete auf den richtigen Moment und sprang auf Onyx. Er krachte mit dem Seil auf Onyx und helt sich fest. Das Seil wickelte er so schnell wie möglich um den Hals des Drachen. „Na wie gefällt dir das neue Halsband?“, fragte Sevo. Natürlich gefiel das Onyx überhaupt nicht und er wollte Sevo abschütteln und er flog alle möglichen Varianten und Kunststücke. „Na, ist dir schwindelig, Sevo?“, fragte Onyx. Natürlich wurde Sevo durch die Luft gewirbelt aber er hielt sich immer am Hals und am Seil fest. Kannst du nicht normal fliegen wie jeder andere Drache auch?“, fragte Sevo aber das machte Onyx nur wütender.
Onyx drehte sich und flog mit dem Rücken nach unten und dicht an den Baumkronen vorbei. Sevo musste die Beine anheben, damit er nicht an den Baumkronen hängen blieb und herunter fiel. Onyx bemerkte, dass es nichts nützte. Sevo klammerte sich fest an das Seil. Nun kam Onyx mit Sevo auf Nova zugeflogen und sie schleuderte die Steine auf Onyx. Leider verfehlte sie ihn und die Steine zischten sehr nahe an Sevo vorbei. „Nicht mich, den Drachen, den Drachen sollst du doch treffen!“, schrie Sevo erschrocken. „Ich wollte erst noch einmal üben, außerdem seht ihr beide ähnlich aus!“, rief Nova. Man konnte nicht sagen, wer von den beiden in diesem Moment wütender auf Nova war, Sevo oder der Drache Onyx.

„Ich habe bald keine Kraft mehr beeile dich Nova!“, schrie Sevo. Nova schleuderte die Steine und traf Onyx am Kopf und Sevo in den Bauch. Aber es half nichts, Onyx flog weiter „Aua, kannst du nicht aufpassen?“, fragte Sevo Nova als sie ihn wieder traf. „Was stellst du dich auch den Steinen in den Weg!“, erwiderte Nova. Onyx drehte sich und flog erneut auf Nova zu, Sevo saß wieder aufrecht. „Glaube mir Onyx, wenn du nicht versuchen würdest sie vom Felsen herunterzustoßen, dann würde ich es tun!“. Natürlich sagte dies Sevo aus seiner Wut heraus. „Man kann wirklich gut auf dir reiten!“, sagte Sevo und klammerte sich fest an Onyx. Seine nassen Haare wehten im Flugwind. „Deine Unverschämtheiten wirst du nicht überleben, das sage ich dir!“, sagte Onyx wütend und kam immer näher auf den Felsen von Nova zugeflogen. Nova sah, dass es nichts nützte, dass sie mit den Steinen Onyx einige Male am Kopf traf. Sollte sich Sevo geirrt haben? Sie erinnerte sich in diesem Moment an die Hexe Synta und an ihre Worte, damals im Zimmer. Rex bellte am Boden und der Regen prasselte nur so nieder. Nova begriff und nahm blitzschnell den Stein Maci aus ihrer Hose, legte ihn in die Schleuder und wirbelte. Onyx kam immer näher, Sie wirbelte immer stärker und schneller. „Nun mach doch schon!“, rief Sevo. Der Drache Onyx kam jetzt ganz nah auf Nova zu und Nova rief, „Komm schon, komm schon!“ Sie schleuderte mit aller Kraft den Stein Maci gegen den Kopf des Drachen Onyx. Als der Stein am Kopf einschlug, entfachte sich ein rotes Licht und der Drache Onyx verlor die Orientierung. Sevo liess los und sprang vom Drachen Onyx auf den Felsen und fiel genau auf Nova. Der Drache Onyx stürzte über dem Felsen, streifte die Bäume und krachte zu Boden und blieb dort regungslos liegen.
„Aua, warum musst du ausgerechnet auf mich fallen?“, fragte Nova. „Warum stehst du auch da, wo ich hinfalle!“, antwortete Sevo frech. „Wurde auch langsam Zeit, dass du getroffen hast!“, sagte Sevo. „Ich war ja die einzige die mit ihm gekämpft hat, nach dem du dein Vergnügen hattest und mit ihm geflogen bist. Du hast dich auf seinem Hals ausgeruht!“, erwiderte Nova. Rex bellte und erinnerte unsere beide Streithähne, dass sie Onyx festbinden sollten, bevor er wieder zu Kräften kam. Also stiegen sie schnell den Felsen herab und banden mit einem Seil die Flügel des Drachen Onyx zusammen. „Was war mit deinen Zauberschuhen?“, fragte Nova. „Frage nicht!“, sagte Sevo kurz....

 

Kapitel 4

....„Nova!“, schrien Alves und Kalvin gleichzeitig. „Ich bin froh dich zu sehen!“; sagte Alves. „Und ich erst!“, sagte Kalvin. Nova war überglücklich die beiden gefunden zu haben und sagte, „Euch kann man nirgendwo alleine hinschicken!“, und lachte. „Wie befreie ich euch denn jetzt aus diesem Käfig?“, fragte Nova. „Nehme erst einmal den Stein aus dem Schnabel vom Adler heraus!“, sagte Alves. Sie ging zur Statue und nahm das Bruchstück des Amiliton heraus und gleichzeitig öffnete sich der Käfig und beide kamen heraus und sie fielen sich alle in die Arme. „Wo ist Sevo?“, fragte Alves. „Keine Ahnung, er wollte in nördlicher Richtung gehen!“, erwiderte Nova. „Ist er denn total verrückt geworden, Grimelda wird ihn bis zur Bewusstlosigkeit verprügeln lassen!“, sagte Alves. Alle rannten zum äußeren Ende der Hexenburg und sahen wie Grimelda, Rubus und Sevo miteinander kämpften. Sie schenkten sich nichts. Sevo traf den Rubus, dieser krähte und flog von ihm weg. Dann wich er den Blitzen von Grimelda aus, drehe sich und traf sie mit dem Bein an dem Arm, so dass sie umfiel und wütend wurde. Ihr Besen verpasste ihm mehrere Schläge auf den Rücken. Dann kam wieder Rubus und schlug mit den Flügeln auf Sevo ein.

„Hast du genug!“, fragte Grimelda. „Nein warum, jetzt macht es doch gerade so viel Spaß!“, sagte Sevo, der kaum noch Kraft hatte. „Dido hat dich verraten, siehst du das denn nicht?“, sagte Grimelda. „Und wenn schon!“ erwiderte Sevo. „Du warst früher ein Hitzkopf, woran liegt es, dass du plötzlich dich geändert hast?“, fragte Grimelda, die natürlich versuchte Sevo aus der Fassung zu bringen, um noch leichteres Spiel mit ihm zu haben. „Vielleicht habe ich ja etwas gelernt!“, sagte Sevo. „Du hast nichts gelernt außer Schmerz, deswegen verträgst du ihn auch wie kein anderer!“, erwiderte Grimelda. „Oho, ist die Zeit der Komplimente gekommen?“, fragte Sevo. „Nein, nur deine Zeit ist gekommen und die ist abgelaufen!“, sagte Grimelda.....

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....„Denk nicht daran, dass du gewonnen hast oder ihr!“, antwortete Grimelda. „Du wirst immer im Käfig bleiben!“, fügte sie noch hinzu. „Oh, sei keine schlechte Verliererin Grimelda, sonst wirst du noch grün vor Neid!“, sagte Sevo grinsend und Grimelda war ja auch schon grün. „Ist sie der Grund, dass du nicht mehr so hitzig bist wie früher?“, fragte Grimelda. „Nein, warum sollte sie!“, fragte Sevo erstaunt. „Nun ja, du kannst dich nicht ihn sie verlieben, mein unverschämter Bengel, es würde dir nichts nützen!“, sagte Grimelda. Alle waren still. „Ich habe mich nicht verliebt Grimelda und wenn, dann wäre es auch egal!“, sagte Sevo. Grimelda lachte und sagte, „Du konntest noch nie gut lügen, weißt du denn nicht, dass nur ein Prinz eine Prinzessin heiraten kann?!“, sagte Grimelda. „Höre nicht auf sie, gehen wir und schließen den Besen weg!“; sagte Alves. Sevo schob Alves zur Seite und sagte zu Grimelda, „Was willst du damit sagen?“ „Alves und Nova sind Königskinder der Insel Frania, mit anderen Worten, Alves ist ein Prinz und Nova ist eine Prinzessin!“, sagte Grimelda und lachte. Sevo sah zu Alves und dann zu Nova, Kalvin sah auf den Boden. „Sage mir, dass das nicht wahr ist!“, sagte Sevo und sah zu Alves. „Doch, aber ich wollte es dir sagen....“, aber Sevo unterbrach ihn und sagte, „Wann denn? Ich glaube ihr alle wolltet es mir nie sagen. Ihr alle wisst es und habt mir nie etwas gesagt, du, Dido, Kalvin und wer weiß wer sonst noch?“, und dann sah er zu Nova. Sie sagte, „Es ist nicht so wie es aussieht, wir hätten es dir gesagt!“ „Ich glaube euch kein Wort!“, sagte Sevo. Er nahm seinen Stock und ging die Treppe hinunter. „Jetzt warte doch mal!“, schrie Nova hinterher. Grimelda lachte und Alves sagte, „Das Lachen wird dir noch vergehen, Grimelda, das schwöre ich dir!“ Alle gingen die Treppe hinunter und sahen Sevo auf der Wiese sitzen. Er streichelte Rex. Alves kam zu ihm und sagte, „Ich habe dir immer vertraut, glaube mir, jeder hat sein Geheimnis!“ Sevo sah ihn nur an und sagte, „Alves, führe es zu Ende. Sage den anderen wie sie es machen müssen, anders machen müssen als wir damals. Mein Weg ist hier zu Ende!“ Alves wurde wütend und sagte, „Jetzt rede nicht so einen Schwachsinn, wir brauchen dich!“ „Keiner braucht mich mehr. Dido hatte mal gesagt, einmal gewinnst du aber es kein Sieg und einmal verlierst du, aber es ist keine Niederlage!“, sagte Sevo und stand auf. „Ihr alle habt mich belogen, die ganze Zeit. Ich fasse es nicht und ihr erwartet, dass ich mit euch weiterkämpfe. Ich habe keine Lust mehr mit euch auch noch einen Schritt zu gehen!“, schrie Sevo. Er drehte sich um und ging weg. „Das ist also deine Art zu kämpfen!“, schrie ihm Nova hinterher. Rex jaulte und lief zu Sevo und dann wieder zurück zu Nova und dann wieder zurück zu Sevo und blieb am Hügel stehen, er jaulte und sah Sevo hinterher, der fortging. Nova ging zu Alves und er hielt sie fest. „Wieso holst du ihn nicht, kommt er wieder zurück?“, fragte Nova. „Ich weiß es nicht, ich glaube wir haben ihm sehr weh getan!“, sagte Alves. „Aber er kommt doch wieder zurück oder?“, fragte Nova und ihre Stimme veränderte sich etwas. „Ich denke, er wird nicht mehr zurückkommen, ich kenne ihn. Er hat gesagt, dass wir es zu Ende bringen sollen und genau das werden wir auch machen!“, sagte Alves. „Ich schließe den Besen weg!“, sagte Kalvin und nahm den Besen von Alves an sich. Alle sahen Sevo hinterher wie er fortging ohne sich umzudrehen....

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.....Unterdessen gingen die anderem zum Meer und stiegen in das Boot, sie paddelten los und die Meerjungfrau Dania tauchte auf und sagte, „Ich bin froh euch alle wieder gesund zu sehen, aber wo ist denn euer Freund Sevo?“ Alle schauten bedrückt und Kalvin sagte, „Er geht jetzt seinen eigenen Weg!“ Dania sah in die traurigen Gesichter und sagte, „Ihr müsst nicht paddeln, befestigt ein Seil und werft das andere Ende ins Wasser, meine Delphine werden euch an Land ziehen!“ „Danke dir!“, sagte Alves und war froh Dania zu sehen. Dania sagte zu Nova, „Willst du mit mir ins Wasser kommen und dich von meinen Delphinen an Land ziehen lassen?“ Nova sah Alves an und sagte, „Warum nicht?“ Nova sprang ins Wasser zu Dania und beide hielten sich jeweils an einer Rückenflosse vom einem Delphin fest. Diese zogen die beiden Mädchen zur Insel Yescada. Alves befestigte das Seil und warf das andere Seil ins Wasser, so dass die Delphine in das Seil bissen und das Boot zogen. „Mir wäre es lieber Sevo wäre bei uns!“, sagte Alves. „Ja mir auch!“, erwiderte Kalvin. „Er ist immer noch der alte Dickkopf geblieben!“, sagte Alves. „Manche ändern sich nie von selbst!“, erwiderte Kalvin. Beide sahen dann zu Dania und zu Nova, die richtig Freude hatten im Wasser von den Delphinen gezogen zu werden. „Nova ist für jeden Unfug zu haben und das liebe ich an ihr!“, sagte Alves. „Mir gefällt Nova sehr, meinst du sie mag mich auch?“, fragte Kalvin. „Ich denke schon, dein Benehmen gefällt ihr sehr!“, erwiderte Alves. „Wenn du dich noch weiter vorbeugst, dann fällst du noch ins Wasser!“; sagte Kalvin. Alves lächelte, denn er wusste, Kalvin spielte auf Dania an. „Meinst du, Grimelda hat Recht und Sevo hat sich in Nova verliebt?“, fragte Kalvin. „Ich weiß es nicht!“, antwortete Alves. Beide schwiegen.....

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....Als er wieder aufwachte und in einem Bett zu sich kam, sahen ihn blaue Augen an. Er sah noch verschwommen aber dann begruben rote Haare sein Gesicht. Als er wieder richtig sehen konnte, sah er ein schönes süßes Gesicht, es war die Meerjungfrau Dania. „Du musst verrückt sein, denn nur Verrückte schwimmen bei einem Sturm im Meer!“, sagte Dania. „Danke der Nachfrage, mir geht es gut!“, erwiderte Sevo müde. Dania lächelte. „Wo bin ich?“, fragte Sevo. Du bist hier im Reich Caron. „Ich kenne kein Reich Caron!“, erwiderte Sevo. „Caron liegt tief im Meer, hier herrscht Kaiser Netunin mit seiner Kaiserin Milva!“, sagte Dania. „Ich kenne diese Leute nicht. Warte mal, das Reich Caron ist doch eine Legende, es existiert doch gar nicht. Und du, dich habe ich doch im Meer gesehen, du bist doch die Meerjungfrau!“, fragte Sevo, der immer noch erschöpft und müde von den Strapazen des Kampfes gegen den Sturm war. „Wie du siehst existiert es. Ja, mein Name ist Dania, erinnerst du dich?“, fragte Dania. „Ja, hast du mich gerettet?“, frage Sevo. „Ja, meine Delphine und ich haben dich hier her gebracht!“, sagte Dania. „Soll ich dir Caron zeigen, damit du es glaubst?", fragte Dania. Sevo stand auf und meinte, „Ich würde viel lieber zur Insel Srebron gehen. Dania wurde etwas böse und sagte, „Hier hält dich niemand gefangen, aber wenn du gehen willst, dann führe ich dich hinaus auf das offene Meer!“ Sevo lächelte und sagte, „Also gut, zeige mir das Reich Caron!“ Dania nahm Sevo an die Hand und zeigte ihm Caron. Caron war ein herrliches Reich, es hatte seine eigenen zwei Sonnen und drei Monde, man konnte so viel sehen und erleben. Fische, Steine, Geschöpfe aller Art in den prächtigsten Farben und Varianten. Alles was es auf Yescada gab, gab es hier unten tief im Meer auch, nur noch viel schöner. Es gab Regenbogen im Meer, glitzernde Austern, Seepferde so groß wie richtige Pferde in Yescada. Es gab Wale die zur Kaisers Garde gehörten, Pinguine und eine Schar von Robben schwamm gerade an ihnen vorbei. Es gab eben alles. „Willst du mit mir durch Caron reiten, auf einer der Seepferde?“, fragte Dania. „Sevo lachte und sagte, „Klar!“....

 

 

 

Kapitel 5

...Sevo zog weiter und kam in die Stadt Sajo. In der Stadt Sajo herrschte ein reges Treiben auf dem Marktplatz. Man veranstaltete Wettkämpfe. Der Wettkampf sah so aus, dass jeder Wettkämpfer versuchte im vollen Galopp ein Reh zu fangen.

Das Problem war allerdings die äußerst glatte Eisfläche des Bodens und das so ein Reh nicht mit dem Seil einzufangen werden durfte. Die Rehe in Srebron waren weiß und hatten jeweils geschwungene braune Streifen am Körper. Natürlich wurde der Platz des Wettkampfes eingegrenzt mit einem Zaun. Der Platz hatte einen Durchmesser von ungefähr 100 Metern. Das wichtigste war, dass jeder Wettkämpfer nur einen Versuch hatte. Wer nicht aufpasste oder das Reh verfehlte, rutschte auf der glatten Oberfläche aus. Dies schmerzte natürlich sehr und trug auch zur Belustigung der Zuschauer von Sajo bei. Die Menge lachte als wieder einer der Wettkämpfer stürzte. „Wer will es noch einmal versuchen, wer ist hier ein wahrer Wettkämpfer und vergesst nicht, es geht um den Preis von 10 Perlen!“, sagte eine Frau, die diesen Wettkampf organisierte. Es war Zana und ihr blondes Haar mit roten Strähnen und ihre roten Augen leuchteten. „Ich möchte!“, sagte ein neuer Wettkämpfer und er stieg auf sein Pferd und ritt auf das Reh zu aber das Reh wich nach links aus und dieser Mann zog mit dem Pferd ebenfalls nach links. Der Wettkämpfer wackelte und verlor das Gleichgewicht auf dem Pferd und stürzte mit dem Pferd zu Boden. Wieder lachte die Menge. „Es sieht so aus als würde dies keiner schaffen!“, sagte Zana. Sevo lief unterdessen mit seinen Sachen an der Menge vorbei und Zana sah ihn. Sie kannte das Gesicht nicht und Sevo fiel dadurch auf. „Will es keiner mehr versuchen? Was ist mit dir Nachtauge, du siehst aus als ob du reiten könntest?“, fragte Zana. Sevo drehte sich um und zeigte mit dem Daumen auf sich. „Ja du, kannst du reiten?“, fragte Zana erneut. „Würde ich gerne, aber ich habe kein Pferd!“, erwiderte Sevo. „Na du kannst meines haben, wenn du dich traust. Es kostet dich nur eine Perle, um hier teilzunehmen!“, rief Zana ihm zu. „Ich habe auch keine Perle!“, sagte Sevo. „Was hast du denn dann anzubieten, mein armer Freund?“, fragte Zana und die Menge von Sajo sah ihn an. „Ich habe nur meine Sachen und meinen Namen!“, sagte Sevo. „Beides ist nicht viel Wert hier in Sajo aber wie heißt du?“, fragte Zana provozierend. „Ich bin der Waise Sevo!“, sagte Sevo und die Menge von Sajo war still und tuschelte. „Der Feigling Sevo wäre besser!“, rief eine Stimme aus der Menge. Es war der Zwerg Vliko. „Nun, Feiglinge haben nie irgendetwas gewonnen außer Missgunst!“, sagte Zana. „Du hast Recht aber vielleicht leiht mir der Zwerg Vliko eine Perle, um am Wettkampf teilzunehmen!“, sagte Sevo. „Warum nicht, ich würde zu gerne sehen wie du dich blamierst hier in der Stadt Sajo!“, sagte der Zwerg Vliko und warf Zana eine Perle zu.

„Komm her Waise Sevo. Hoffentlich machst du nicht deinem anderen Namen alle Ehre!“, sagte Zana. „Mach dir um mich keine Gedanken!“, sagte Sevo gelassen. Zana lächelte. Er nahm ihr Pferd und sagte, „Vliko, was mache ich, wenn ich es nicht schaffe, dann ist deine Perle verloren“. „Dann gib mir deine Sachen als Pfand und du bekommst sie zurück, wenn du mir dafür zwei Perlen bezahlst, so hoch ist der Preis des Verleihens!“, sagte der Zwerg Vliko. Der Zwerg Vliko wusste, dass das ein hoher Preis war aber Sevo musste sich nun mal beugen. „Du bist ja großzügig geworden, früher waren es noch drei Perlen für die Leihgabe einer Perle!“, rief Sevo. Die Menge lachte, denn Sevo übertrieb, so gierig war der Zwerg Vliko auch wieder nicht aber es kam schon ganz nah hin. „Nun rede nicht so viel und fliege schnell vom Pferd!“, sagte Vliko der genug hatte von Sevos Scherzen. Sevo sah in den Himmel und die Sonne schien frei auf Sajo nieder, er nahm einen Spiegel heraus und ritt auf das Reh langsam los. Sevo fing mit dem Spiegel das Licht die Sonne ein. Er ritt jetzt auf das Reh zu und das Reh machte sich auf, um zu fliehen. Im vollen Galopp blendete Sevo das Reh und das Reh stürzte in seiner Flucht zu Boden. Sevo sprang schnell vom Pferd ab und dann auf das Reh und hielt es am Boden fest. „Wir haben einen Sieger!“, rief Zana und hob ihre Arme. Die Menge applaudierte leise dem Sieger. „Betrug, Betrug!“, rief eine Stimme aus der Menge. Es war der Troll Pimo. „Er hat einen Spiegel benutzt, ich habe es genau gesehen!“, sagte Pimo und hüpfte auf und ab als ob tausend Bienen in seiner roten Hose wären. „Ich denke ich darf nur nicht ein Seil benutzten alles andere ist erlaubt. Ist es verboten ein wenig Schlau zu sein?“, fragte Sevo und kümmerte sich nicht mehr um Pimo. „Feiglinge sind immer schlau, wenn es um die eigene Haut geht!“, sagte der Zwerg Vliko. „Das ist bei gierigen Zwergen auch nicht anders oder?“, sagte Sevo. Er ging zu Zana nahm die Perlen und warf die zwei Perlen dem Zwerg Vliko zu. „Hier Vliko, du weißt halt immer noch wie man Geschäfte macht!“, sagte Sevo. Vliko fing die Perlen auf und sagte, „Ich hätte aber lieber die Perlen verloren!“ Sevo lächelte und sagte, „Nicht alle unsere Wünsche können in Erfüllung gehen, nicht wahr?“
Vliko ging wütend weg und bahnte sich seinen Weg durch die Menge. „Du bist zwar schlau aber du hast ein großer Mundwerk und das macht dich wieder nicht mehr schlau!“, sagte Zana. „Das habe ich schon oft gehört!“, erwiderte Sevo. „Es ist auch nicht klug den Zwerg Vliko als Feind zu haben hier in der Stadt Sajo und in ganz Srebron. Er ist enger Berater der Eiskönigin Xenine!“, sagte Zana.

„Es ist auch nicht besonders klug Angst zu haben oder zu verbreiten, nicht wahr?“, sagte Sevo und packte seine Sachen zusammen. Zana lächelte. „Ich möchte das Reh bitte kaufen, wieviel kostet es?“, fragte Sevo. „Das Reh gehört bereits dir, mit dem Fang hast du es dir erworben!“, sagte Zana. Sevo ging zum Reh, das wieder an einem Pflock angebunden war und band es los. Er ließ es in die Freiheit ziehen. Das Reh rannte sofort los in den Wald vom Sajo. „Du bist ein merkwürdiger Feigling!“, sagte Zana. Sevo, der dem Reh hinterher sah sagte nur, „Ja, aber solche muss es auch geben. Danke für dein Pferd!“ Er verabschiedete sich von Zana und ging seines Weges. Erlief eine Weile und suchte eine Unterkunft. Er kam an einer Herberge vorbei und klopfte an die Tür. Ein alter Mann öffnete die Tür und sah Sevo an. „Weißt du wann du das letzte Mal hier warst?“, fragte ihn der alte Mann. „Es ist schon lange her!“, antwortete Sevo. Sie lächelten beide, denn sie kannten sich von damals. Der alte Mann war der Besitzer der Herberge und Sevo arbeitete einmal für den alten Mann vor vielen Jahren. Sie fielen sich in die Arme und er fragte, ob Sevo was essen möchte und Sevo sagte, „Gerne!“ Der alte Mann war Lizan…

...„Kann ich dich alleine lassen?“, fragte der alte Lizan. „Ich bitte dich Lizan, du kennst mich doch!“, antwortete Sevo. „Genau deswegen!“, sagte Lizan und er machte ein erschrockenes Gesicht. „Ich gehe nur schnell uns etwas zu Essen zu kaufen, bitte passe auf den Schlitten auf!“, sagte Lizan. „Na klar, mach dir mal keine Sorgen!“, sagte Sevo und lächelte. Natürlich war es dem alten Lizan das nicht so recht Sevo einfach aus den Augen zu lassen aber er ging trotzdem. „Sevo kaute auf einem Stück Brot, dass er aus der Tasche nahm und sah sich das Treiben auf dem Markt an. „Sieh an, der Feigling der reiten kann!“, sagte eine Stimme. Es war Zana auf ihrem Pferd und sie lächelte Sevo an. „Sowas soll es geben!“, erwiderte Sevo kurz. „Was treibst du denn hier, willst du wieder an einem der Spiele in Sajo teilnehmen?“, fragte Zana. „Nein, zur Zeit spiele ich sehr ungern!“, sagte Sevo gelangweilt. „Wo wohnst du denn?“, fragte Zana. Sevo drehte sich zu ihr und fragte, „Du bist nicht zufällig neugierig?“ Zana lächelte und meinte, „Vielleicht ein wenig!“ Sevo machte daraufhin ein nachdenkliches Gesicht und meinte, „Das ist nicht gut so neugierig zu sein aber ihr Frauen seid nun mal so!“ Zana klopfte ihrem Pferd auf den Hals und sagte, „Man spricht schon viel von dir, man erzählt du seist ein großer Maulheld!“. Das natürlich als Retourkutsche. Jetzt grinste Sevo und sagte, „Nun ja, was soll ich sagen es stimmt!“ Zana blickte ihn an und musste lachen. Plötzlich unterbrach ein Geschrei das Gespräch der beiden. Eine Stimme schrie, „Ich gebe mein Gemüse nicht zu diesen billigen Preisen her!“ Unverkennbar, es war der Zwerg Vliko. Sevo stieg vom Schlitten und ging auf den Stand zu. Eine alte Dame stand vor dem Stand und wollte das Gemüse vom Zwerg Vliko kaufen, hatte aber nicht genügend Perlen. Der Zwerg Vliko hatte hier viele Stände und er kontrollierte sie. „Ich verkaufe nur hochwertiges Gemüse und das hat seinen Preis!“, schrie der Zwerg Vliko. „Aber, aber, mein kniehoher Freund, wer wird denn hier gleich so laut werden?“, sagte Sevo. Der Zwerg Vliko nahm Sevo gleich zur Seite und sagte, „Hör mal zu du Taugenichts, komm mir nicht in die Quere, sonst verarbeite ich dich zu Gemüse!“ Sevo lächelte und flüsterte, „Aber nein, ich werde keinen Ärger machen!“ Der Zwerg Vliko ließ Sevo los und sagte, „Dann ist ja gut und jetzt verschwinde!“ Sevo ging weg und Vliko war erleichtert aber nur für einen Moment.

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Denn im nächsten Moment sah man Sevo auf einem Stand stehen und schreien, „Meine sehr verehrten Bürger von Sajo, ich habe die große und einmalige Ehre ihnen mitzuteilen, dass unser sehr geschätzter Bürger Vliko das Gemüse zu dem halben Preis verkauft. Er leistet damit seinen Beitrag zur Nächstenliebe!“ Nun kamen die Leute in Scharen angelaufen, um Vlikos Gemüse zu kaufen und eine wilde Schreierei begann. Der Zwerg Vliko hatte alle Mühe die Menge zu beruhigen und machte ein böses Gesicht als er zu Sevo sah. Vliko rief seine Leute von den Ständen zusammen und schrie, „Holt mir diesen Halunken vom Stand herunter!“, Sevo lachte von oben herab. Vlikos Männer stürmten den Stand und Zana warf Sevo den Stock zu. „Hier du Maulheld, mal sehen, ob du dich verteidigen kannst!“, sagte Zana. „Das geht auch ohne Stock!“; antwortete Sevo und warf ihn wieder zurück. „Die Leute haben recht, du musst verrückt sein!“, sagte Zana. Leider konnte Sevo nicht mehr antworten, denn die Vlikos Männer, es waren ungefähr fünf an der Zahl, warfen sich auf den Stand. Der Stand fiel um und Sevo fiel um. Eine wilde Keilerei begann. Man konnte nicht viel sehen, nur das einer von Vlikos Männer über den umgeworfenen Stand flog, gleich danach flog Sevo über den Stand. „Schlagt ihm die Bosheit aus dem Leibe!“, schrie der Zwerg Vliko. Es ging allerhand zu Bruch, Sevo suchte sich mit Absicht die großen Stände des Zwerges Vlikos aus, um sie kaputtzuschlagen. Die Keilerei verlief deshalb von einem Stand bis hin zu den anderen Ständen von Vliko. Man hörte nur Vliko wie ein aufgebrachtes altes Weib schreien, „Nein, nein!“ Vliko schlug die Hände über den Kopf zusammen. Die Menge lachte und Sevo hatte seine ersten Sympathisanten, da es Vliko mit seinen Preisen oft übertrieben hatte und daher schon länger in der Missgunst der Bürger stand. Sevo flog mehrmals in der Luft herum aber er nahm die teuren Krüge von Vlikos Stand und warf sie ihn Richtung Vlikos Männer. Zana lachte als sie das sah. Die Krüge und Teller trafen Vlikos Männer am Kopf und am Körper. Dann flog wieder der nächste Stand von Vliko um. Vliko schrie, „Das wirst du mir alles bezahlen, teuer bezahlen!“ Die Meute rannte hinter Sevo her bis zum nächsten Stand. An diesem Stand nahm er die Äpfel und bewarf damit die Meute. Vlikos Männer befanden sich nun dem Hagel von Äpfeln ausgesetzt und wichen zurück. „Vorwärts ihr Feiglinge, holt euch den Halunken!“, schrie Vliko seine Männer an und trieb sie wieder nach vorne. Sie liefen wieder in Sevos Richtung. Sevo hatte allerdings all das Obst verschossen. Er warf den Stand um und lief zum nächsten Stand. Dort nahm er die Kartoffeln und sah Vlikos Männer an. Sie riefen, „Komm heraus und ergebe dich, dann tun wir dir nichts. Wie ist deine Antwort?“ Sevo atmete erschöpft und sagte, „Hier ist meine Antwort!“ und es flogen die Kartoffeln durch die Luft. Aber Vlikos Männer kamen immer näher. Als einige Leute aus der Menge schrien, „Kommt, lasst uns ihm helfen!“ Einige rannten Sevo zur Hilfe und bewarfen ebenfalls Vlikos Leute mit Kartoffeln bis sie wegliefen. „Das ist der Dank für deine hohen Preise Vliko!“, schrien die Männer an Sevos Seite. Auch dieser Stand wurde umgeworfen. Als alles vorbei war ging Sevo erschöpft zu dem Gemüsestand und gab Vliko eine Perle für das Gemüse der alten Dame. „Danke mein Sohn!“, sagte die alte Dame und Sevo lächelte. Vliko blieb mit offenem Mund wie gelähmt stehen. Besser gesagt, er fiel danach in Ohnmacht und Sevo warf ein Besen auf den ohnmächtigen Zwerg Vliko und meinte, „Besser du kehrst mal hier auf, nicht auszuhalten wie deine Stände aussehen!“ Unterdessen kam Lizan mit zwei Körben voller Verpflegung und ließ sie fallen als er den Marktplatz sah. Es bot sich ihm ein Bild der Verwüstung, man könnte denken ein Tornado fegte durch Sajo aber es war nur Sevo. Paar von Vlikos Männern lagen auf dem Boden, die Stände umgeworfen und der Platz war gesät von Obst, Gemüse und den Gegenständen von Vlikos Ständen.

„Habe ich dir nicht gesagt mache keine Dummheiten und passe auf den Schlitten auf!“, sagte Lizan böse. „Hatte ich ja auch vor, jetzt gerade!“, Lizan packte Sevo am Ohr und zog ihn zum Schlitten. „Ich zeige dir gleich wie man auf einen alten Mann hört!“, sagte Lizan. „Auuu, nicht so fest du reißt mir noch mein Ohr ab!“, sagte Sevo und ging in einer gekrümmten Haltung. „Keine Sorge, dass Ohr ist nicht das einzige was ich dir heute noch abreisen werde!“, sagte Lizan böse. Die Menge lachte. Als er Sevo auf den Schlitten setzte sagte Lizan, „So nun rühre dich nicht von der Stelle, ich hole die Körbe!“ Sevo rieb sich das Ohr, das schrecklich schmerzte und rot wurde vor Lizans zärtlicher Behandlung. „Ein Verrückter wie er im Buche steht, tue mir ein Gefallen, ärgere den alten Lizan nicht so sehr!“, sagte Zana lächelnd und ritt davon. Der alte Lizan kam unterdessen mit den Körben zurück und gab sie Sevo und stieg in den Schlitten. „Man kann dich nicht einen Augenblick aus den Augen lassen, wie ein kleines Kind, also wirst du wie ein kleines behandelt und bestraft!“, sagte Lizan böse. „Nun hör mal Lizan...“ aber da unterbrach ihn auch schon Lizan, „Ich will nichts von dir hören bis wir nicht angekommen sind!“....

 


Kapitel 6

...Ich bin mir sicher, dass ihr in verratet!“, sagte Mahid lächelnd. „Warum seid ihr da so sicher Mahid?“, fragte Königin Efra. „Weil er euch weniger bedeutet als ihr denkt, ganz einfach!“, sagte Mahid. „Woher wollt ihr das denn wissen?, fragte Alves. „Ich habe Augen und benutze meinen Verstand!", sagte Mahid. Alle waren still. „Er ist euch im Vergleich zu Yescada nichts wert, für mich schon, ich will ihn haben und bekomme ihn auch!“, sagte Mahid und aß weiter. „So einen Plan kann nur ein Räuber haben!“, sagte Königin Efra böse. „Nicht nur ein Räuber Königin Efra, auch ein König. Ich werde euch zeigen und beweisen, dass euer Verrat an ihm machbar ist auch wenn ihr glaubt, dass euch nichts auseinander brechen kann!“, sagte Mahid streng. „Das werden wir nicht machen!“, sagte Alves laut. „Dann ist euer Schicksal besiegelt!“, sagte Mahid laut und stand dabei auf. „So sei es!“, sagte Alves. „Halt warte Alves, lass uns reden!“; sagte Kalvin. „Was gibt es da zu reden, ich werde ihn nicht schon wieder belügen!“, sagte Alves. „Seht ihr, ihr habt ihn schon einmal belogen, glaubt mir, Sevo ist das gewöhnt, es wird ein Kinderspiel für jene Person sein, ihn herzubringen!“, sagte Mahid ruhig. „Ihr und Tratos unterscheidet euch nicht oder?“, sagte König Kalyps. „Doch, in einer Sache schon aber das sage ich euch, wenn es soweit ist!“, sagte Mahid. „Wir brauchen Bedenkzeit!“, sagte Kalvin. „Nein, die Zeit läuft bereits!“, erwiderte Mahid.

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„Das kann man nicht so schnell entscheiden!“, sagte Kalvin. „Ihr habt doch Wüstenskorpion Mahid gehört oder etwa nicht?“, sagte Ramdam. „Was ist, wenn wir Sevo finden und uns Tratos gefangen nimmt?!“, fragte Alves. „Dann ist euer allen Schicksal besiegelt!“, sagte Mahid. „Wie sollen wir wissen, ob wir euch trauen können. Was ist wenn ihr uns nicht freilasst wenn wir euch Sevo bringen?“, fragte Kalvin. „Vertrauen ist ein schmerzvolles Wort, wenn einmal das Vertrauen missbraucht worden ist, dann vertraut man nie mehr. Ihr sollt mir nicht vertrauen, es ist ein Geschäft!“, sagte Mahid und es war ihm anzusehen, wie froh er war. Alle sahen Mahid abwertend an und jeder wusste insgeheim, dass er Recht hatte und sie hassten ihn noch mehr. Nicht eigentlich ihn speziell, sondern für diese Charaktereigenschaften der „besonderen“ Einwohner von ganz Yescada. Wüstenskorpion Mahid war eben sehr intelligent und er sah mit Begeisterung in ihren Gesichtern, dass er Recht hatte. Statt ihn anzugreifen, dass er der Räuber war, drehte er den Spieß um und griff sie an. Er griff sie alle an. „Wer soll gehen?“, fragte Kalvin. „Ich werde gehen!“, sagte Alves, denn nur ich kann ihn finden. „Soll lieber ich gehen?“, fragte König Kalyps. „Lieber gehe ich!“, sagte Kalvin und drehte sich seinem Vater zu. Nova verhielt sich die ganze Zeit auffällig still. „Nun, ihr könnt euch nicht einigen aber auch da habe ich eine Lösung!“, sagte Mahid. „Doch wir sind uns einig, ich werde gehen!“, sagte Alves und sah seine Freunde streng an.

„Nein, du wirst nicht gehen, Nova wird gehen!“, sagte Mahid streng. Nova erschrak und sah Mahid an. „Ich werde nicht gehen!“; sagte sie. „Ihr habt keine andere Wahl, ihr kennt euer Schicksal!“, sagte Mahid. „Es ist keine gute Idee, dass sie geht!“, sagte Ramdam. „Vertraue mir Ramdam, sie wird gehen und ihn finden. Sie wird ihn mir bringen. Unterschätze nie die Kraft einer Frau. Ich will, dass ihn eine Frau verrät, dass wird ihn besonders schmerzvoll treffen!“; sagte Mahid. „Ihr seid verrückt Mahid, ich kann Sevo nicht ausstehen. Er wird mir nicht folgen und außerdem wenn ich ihn sehen sollte, so knüpfe ich ihn mir selber vor!“, sagte Nova böse. „Gut, sehr gut, umso besser. Ihr liebt euren Bruder mehr als ihn, das ist sehr gut und allein deshalb werdet ihr ihn mir bringen!“, sagte Mahid fröhlich. „Ich kann das nicht tun!“, sagte Nova. „Doch ihr könnt, obwohl ich euch gerne hier gesehen hätte, dass ihr noch mehr arbeitet!“, sagte Ramdam streng. Alves hielt Nova an den Händen fest und sah ihr in die Augen. „Ich vertraue dir, dass du das Richtige machst!“, sagte Alves. „Was ist denn das Richtige bei diesem Geschäft, alles Lug und Betrug!“, erwiderte Nova. „Wie alles in Yescada!“, sagte Mahid selbstherrlich. „Ich kann es nicht tun, verstehst du Alves ich kann es einfach nicht. Ich bitte dich, verlange nicht von mir ihn zu bringen!“, sagte Nova. „Ich bin überzeugt, dass du das schaffst. Nur du kannst es schaffen Nova, nur dir wird er folgen!“, sagte Alves ruhig. „Und wenn er nicht will?“, fragte Nova. „Er wird dir folgen und kommen, ich weiß es....

 

Kapitel 7

...„Na, was sagst du zu meinen Hirschen, Sevo?“, fragte Lizan. Sevo zog die Unterlippe an die Oberlippe und sagte, „Letztes Mal waren es doch deutlich weniger!“ Die Hirsche waren weiss und waren gelb gestreift. Lizan legte die Zügel beiseite und sagte, „Nun ja, auch das Grundstück ist größer geworden!“ Sevo wusste was das bedeutete, nämlich eine Menge Arbeit. „Frisch ans Werk!“, rief der alte Lizan. „Wenn ich fertig bin, dann werde ich nicht mehr frisch sein!“; sagte Sevo und sah sich das ganze Grundstück mit großen Augen an. „Ach was!“, sagte Lizan und haute Sevo auf die Schulter, so dass Sevo einen Schritt vorwärts machen musste. „Sevo nahm das Werkzeug aus dem Schlitten und ging hinter Lizan her. Dieser zeigte ihm, welche Stellen er reparieren sollte. Der alte Lizan hörte nicht auf zu erzählen, was repariert werden musste und man konnte bereits ahnen, dass es ein langer Tag für Sevo sein würde. Sevo reparierte den Zaun und Lizan fütterte seine Hirsche uns begutachtete sie. Er war stolz auf seine Hirsche. Sevo war gerade fertig mit einem Teil der Arbeit als Lizan sagte, „Wir müssen neue Pfähle einsetzten. Einige sind morsch!"

Am besten wir schneiden sie im Wald aus den Bäumen zu!“ Sevo legte gerade das Werkzeug hin als eine Stimme sagte, „Nanu, wer ist denn wieder im Lande?“ Sevo drehte sich um und es war der Riese Melhor. Da stand Melhor, er maß glatte 5 Meter. Er hatte borstige gründe Haare und eine große Nase. Er war etwas dick und hatte immer seine braune Hose und blaue Jacke an. Melhor hatte immer seine Fangschleudern dabei. Er jagte oft im Wald, sehr zum Mißfallen von Lizan aber es war erlaubt, so lange es sich in Grenzen hielt. Sevo hielt sich die Hand vor die Augen, damit er nicht in die Sonne sehen mußte, wenn er den Riesen Melhor betrachtete. „Oho, ist das nicht das Riesenbaby?“, erwiderte Sevo. „Was machst du Schmeissfliege hier!“, sagte der Riese Melhor grimmig. „Was heisst hier Schmeissfliege? Ich glaube du bist zu schnell gewachsen!“, rief ihm Sevo zu. Plötzlich schrie der Riese Melhor auf und ging mit seinen Fangseilen in Kampfstellung.


Er wurde immer sehr wütend, wenn er Sevo sah und Sevo ihn auf den Arm nahm. „Ich quetsche die letzte Bosheit aus dir heraus!“, sagte der Riese Melhor. „Na na na, ihr wisst doch beide, dass die Eiskönigin Xenine keinen Streit hier in Srebron duldet!“, rief der alte Lizan und kam auf sie zu. „Mag schon sein, aber er sucht ja immer Streit!“, sagte der Riese Melhor. Der Riese Melhor war Sevo gegenüber nicht besonders wohlgesinnt und war ein enger Begleiter des Zwerges Vliko. Natürlich war er auch Sevos Feind. Die beiden hatten damals auch öfter Streit. „Und finde ihn immer, was? Du übergroßer Spargel!“, sagte Sevo, der zweifellos die Haarfarbe des Riesen Melhors ansprach. „Nun spreche deine letzten Worte, du Wasserratte!“ „Gerne!“; sagte Sevo und nahm seinen Stock vom Schlitten. „Wartet mal!“, sagte der alte Lizan. Die beiden blieben in Kampfstellung und sahen sich streng an. „Machen wir ein Spiel. Wer verliert repariert meinen Zaun!“, sagte Lizan. „Es ist doch ein Spiel für mich ihn zu erledigen!“, sagte Melhor. „Aber du bist ein schlechter Verlierer!“, sagte Sevo. „Also ihr zwei, wir haben hier zwei kleine Schlitten. Ihr beide fahrt den großen Berg von Sajo herunter und der letzte der unten ankommt, der repariert meinen Zaun. Was ist, klingt doch fair!“, sagte Lizan. Beide dachten eine Weile nach und stimmten zu. Lizan nahm zwei kleine Schlitten aus dem Schuppen. Der Schuppen stand gleich neben dem Tor im Grundstück und beinhaltete so allerlei.  Sie gingen zur anderen Seite des Grundstücks und blickten den großen Hügel hinab. Der Hügel von Sajo war ziemlich steil und lang und am Ende des Hügels standen mehrere Bäume. „Wer als letzter ankommt....ihr wisst schon!“, sagte Lizan.

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Sie setzten sich auf den Schlitten und Melhor sah schon etwas komisch aus. „Der Schlitten ist zu klein für mich!“, sagte Melhor der seinen Hintern auf den Schlitten hin –und her bewegte . „Nun gut, dann darfst du als erster losfahren und ich komme dann sofort hinterher!“, sagte Sevo. Melhor grinste uns sagte, "Das mache ich doch glatt!". Ein Ruck und er flitzte nahezu mit voller Geschwindigkeit den Hügel von Sajo hinunter. Sevo blieb aber oben stehen und hatte gar nicht vor den steilen Hügel von oben hinunter zu rodeln. Melhor hatte unterdessen ein enormes Tempo drauf. Der Schnee peitsche ihm ins Gesicht und langsam begann Melhor Angst zu bekommen. Sevo stand mit Lizan auf dem Berg und sahen hinunter zu Melhor. Melhor raste förmlich, er flog regelrecht den Hügel hinunter.

Er schrie als er die Bäume zuraste. „Pass auf den von links auf!“, rief Sevo ihm zu. Melhor wich dem ersten Baum aus, dem zweiten auch, dem dritten, nein...da krachte es auch schon und der Riese Melhor flog mit voller Geschwindigkeit mit dem Kopf vorne weg in einen kleinen Baum. Der Baum zerbarst regelrecht und der Schnee von dem Baum fiel auf Melhor. Unter dem Schnee bedeckt, sah Melhor wahrscheinlich die schönsten Vögel um sich herumfliegen. Er war außer Gefecht gesetzt. „Ich habe ihm doch gesagt er soll auf dem Baum links aufpassen!“, sagte Sevo. „Na das hätten wir erledigt, so haben wir wenigstens eine gewisse Zeit Ruhe vor ihm!“, sagte Lizan. „Du hast gewonnen Melhor!“, rief Sevo hinab. „Er ist immer doch der alte Draufgänger was Lizan?“, sagte Sevo verschmitzt. „Sei froh, dass er schläft. Wie oft hast du ihn eigentlich schon reingelegt?“, fragte Lizan. „Keine Ahnung, so oft vermag ich nicht zu zählen!“, erwiderte Sevo...

 

...Am nächsten Tag fuhren die beiden wieder hinaus um zu arbeiten.

..„Nein Sevo, du musst verstehen, dass nicht alles nach deinem Kopf gehen kann, es gibt auch Grenzen!“ Sevo sah weg und wieder zu Lizan, „Das ist es Lizan, er macht die Grenzen an die ich mich nicht halten will und kann. Du kennst mich, warum sollte ich mich fügen?“, fragte Sevo. „Um weniger Ärger zu haben, mein junger Freund, deshalb. Und jetzt mach dich wieder auf die Arbeit!“, sagte Lizan streng und sie standen alle beide auf. Lizan bat Sevo hinter den Geröllberg zu gehen und kleinere Steine zu holen, um die Löcher im Zaun zu verschließen. Sevo ging also hinter den Geröllberg und sah den Riesen Melhor, wie er ein Reh gefangen hatte. Der Riese Melhor zog es an einem Seil hinter sich her. Sevo versteckte sich hinter dem Geröllberg und warf kleine Steine in Richtung Melhor. Er traf Melhor an den Kopf und an der Nase. „Auuuuu!“, schrie Melhor mit hoher Stimme und ließ das Seil los. Das Reh rannte weg und Melhor rieb sich die Nase. „Ich weiß, welchem Kriechtier ich das zu verdanken habe!“, sagte Melhor erbost mit schmerzhafter Nase. Er kam mit Riesenschritten auf den Geröllberg zu. „Mach dein Testament Sevo!“, schrie er, obwohl er ihn nicht sah. Sevo rannte so schnell es geht zum Schlitten. Auf dem halben Wege traf ihn Lizan und Lizan fragte ihn, „Was rennst du denn so, so eilig habe ich es auch wieder nicht. Lass dir ...“ Sevo rannte an ihm vorbei und unterbrach ihn, „Keine Zeit dir das zu erklären!“ Lizan sah Melhor hinter Sevo rennen und sagte, „Oh nein, nicht schon wieder!“ Melhor lief an Lizan vorbei und sagte, „Diesmal bringe breche ich ihm alle Knochen Lizan, diesmal ist er dran!“ Lizan sah ein, dass er ihn nicht beruhigen konnte und Sevo sprang auf den Schlitten und nahm seine Schleuder und wirbelte auf. „Komm ruhig näher, dann verpasse ich dir noch eine auf deine Rübe!“, sagte Sevo. Melhor blieb stehen und erwiderte, „Ich verpasse dir auch eine auf deinen Zinken damit er noch größer wird als meiner!“ Lizan kam gelangweilt angelaufen und meinte, „Also beruhigt euch. Machen wir ein Spiel!“ Melhor stampfte mit dem Fuß und sagte, „Kein Spiel, lass ihn mich in der Luft zerreißen!“. Sevo grinste, Dann hol mich doch!“ Melhor machte einen Schritt vorwärts und schon pfiff der Stein an Melhors Kopf vorbei. Melhor holte einen Stein aus seiner Tasche und warf ihn in Richtung Schlitten und der Stein zerbarst ein Brett. Sevo war beeindruckt und machte große Augen. „So wie das Brett, so zerbreche ich dich!“, schrie Melhor. „Aber, aber, meine Freunde. Wie wär’s mit einem Wettkampf auf einem Baumstamm?“, sagte der alte Lizan. „Ihr beide fahrt auf einem Baumstamm den Hügel von Sajo hinunter!“ Alle beide sahen erstaunt den alten Lizan an. „Was glotzt ihr denn so dumm, versteht ihr nicht was ich meine?“, fragte der alte Lizan. „Wir beide auf dem Baumstamm, und was dann?“, fragte Melhor. „Wir holen einen von den großen Baumstämmen hinter dem Zaun und ihr beide werdet während der Fahrt gegeneinander kämpfen, wer als erster vom Baumstamm fällt hat verloren und macht die Arbeit am Zaun!“, sagte der alte Lizan. „So ein Unfug, lasse ihn mich gleich erledigen!“, fauchte der Riese Melhor. „Ich glaube du hast zu lange in der Sonne gestanden!“, erwiderte Sevo. Diese Antwort war wirklich sehr klug gewählt in Srebron. „Also ihr beiden, es ist doch besser als letztes Mal oder etwa nicht Melhor? Und du weißt, die Eiskönigin Xenine duldet keinen Streit in Srebron!“, sagte Lizan mit großen Augen und machte ein trauriges Gesicht. „Also gut, aber er setzt sich zuerst drauf, ich habe sowieso mit ihm ein Hühnchen zu rupfen wegen des letzten Mals!“, sagte Melhor. „Kein Problem, ich bin dabei!“, sagte Sevo. „Dann hole mal den Baumstamm Melhor, wir nehmen einen der 10 Meter lang ist, los Sevo helfe ihm!“ Melhor ging voraus und Sevo hinterher. Der alte Lizan grinste. „Los du Mistkäfer, packe mit an, mal sehen, ob du auch Kraft hast außer dummen Sprüchen!“, sagte Melhor und hob den Baumstamm mit einer Hand. „Nun ja ich will mich nicht rühmen, aber ich hätte den Baumstamm auch selber holen können!“, erwiderte Sevo, der selber nicht an seine Worte glaubte. Melhor lachte und sagte, „Es wird mir ein wenig leidtun, deine Scherze nicht mehr zu hören, wenn ich dich besiege!“ Alle beide brachten den Baumstamm zu Lizan. Sie legten ihn ab und Lizan sah wieder den steilen Hügel von Sajo an. „Heute ist ein guter Tag, der Hügel ist mit einer Eisschicht bedeckt, das bedeutet, dass der Baumstamm sehr schnell den Berg hinunter rutschen wird!“ Lizan sah die beiden an und sie sahen sich etwas skeptisch den Hügel an. Man konnte erahnen, dass der Gedanke, mit hohem Tempo den Berg hinunter zu fahren und zu kämpfen, den beiden nicht besonders gefiel. „Aber wenn natürlich einer nicht will...“, sagte Lizan. „Nichts da, wir fahren!“, unterbrach ihn Melhor. „Auf was wartest du dann noch?“, fragte Sevo. Sie brachten den Baumstamm in Fahrtposition. „Los, setzte dich als erster hin!“, sagte Melhor zu Sevo. „Mach dich mal locker!“, erwiderte Sevo und setzte sich am vorderen Ende hin. „Diesmal werde ich bestimmt alleine hinunter fahren!“, sagte Melhor und lachte. Beide nahmen ihren Stock. Melhor schob den Baumstamm mit Tempo an und hüpfte auf den Baumstamm. Der Baumstamm nahm langsam Tempo an. Beide versuchten das Gleichgewicht zu finden und dann den anderen mit dem Stock vom Baumstamm herunter zu stoßen. Jedoch als der Baumstamm schneller den Berg hinuntersauste, drehte sich der Baumstamm, da Melhor schwerer als Sevo war und somit Melhor vorne am Baumstamm saß, mit dem Rücken zum Hügel. Sevo sprang ab und rutsche dennoch mit deinem ganzen Körper etwas den Hügel hinunter. Sevo versuchte seinem Stock zu bremsen, indem er ihn in den Schnee einschlug. „Ich habe es ja gewusst, du bist ein Feigling, du hast verloren!“, rief Melhor. „Ja, gute Fahrt!“, rief ihm Sevo zu. Jetzt wurde Melhor bewusst, dass er alleine den Berg mit sehr hohem Tempo hinuntersauste. Melhor bekam Angst, sprang aber nicht vom Baumstamm ab. Melhor drehte sich um, damit er sah, wohin ihn seine schnelle Reise führte. „Pass auf den Baum links auf!“, rief Sevo ihm zu, der bereits zum Stillstand gekommen war und ihm Schnee saß. „Halt deine Klappe!“, rief Melhor, der versuchte sich in die Mitte des Baumstammes zu ziehen. „Links musst du aufpassen!“, schrie Sevo noch. Nun ja, die Haare standen Melhor zu Berge, er wich dem ersten Baum aus, dem zweiten auch noch, besser gesagt, er konnte den Baumstamm nicht manövrieren. Er flog regelrecht den Hügel hinunter und genau das passierte als er auf einen kleinen Hügel mit dem Baumstamm rutschte. Er erhob sich mit dem Baumstamm in die Lüfte und flog in Höhe der Baumkronen durch Sajos Wald. Melhor machte ein erschrockenes Gesicht und man hörte nur ein lautes hohes Kreischen. Man konnte nur noch erahnen was passierte. Melhor riss regelrecht eine Schneise in den Wald und nach dem Geräusch zu urteilen, musste er wieder mit dem Kopf zuerst auf einen Baum geprallt sein. Natürlich wissen wir, dass der Baum wieder zerbarst und Melhor tief schlief. „Ich habe ihm doch gesagt, er solle links aufpassen. Nie hört er auf mich!“, sagte Sevo zu sich selber und stieg hinauf zu Lizan. „Nachdem wir wieder Ruhe von ihm haben, können wir uns ja wieder an die Arbeit machen!“, sagte Lizan. „Er hat wieder gewonnen, er wird noch ganz groß herauskommen!“, sagte Sevo ironisch. „Ja wer hoch steigt fällt tief!“, erwiderte Lizan und sah mit Sevo den Hügel hinunter. „Ich glaube die Wettkämpfen schaden der Freundschaft zwischen Melhor und mir!“, sagte Sevo. „Du hast recht, da er immer gewinnt, könntest du neidisch werden!“, erwiderte der alte Lizan. Beide sahen sich an und lächelten...


 

Kapitel 8

 

...„Nun denn du Witzbold, hier noch etwas witzigeres. Die Eiskönigin Xenine schickt mich, um dich vorzuladen am Hof. Du wirst dort Stellung beziehen zu den Anklagen von dem Zwerg Vliko und dem Riesen Melhor!“, sagte Zana und nahm den Kaffee. „Nun, du hast es mal wieder geschafft, du hast dich selbst übertroffen!“, sagte Lizan und schüttelte die Hand von Sevo. „Danke, das habe ich ja auch von dir gelernt!“, erwiderte Sevo. Natürlich war das ironisch gemeint von den beiden. „Nun ihr beiden Verrückten, Sevo ist ja Thema Nummer eins. Es ist wirklich ernst!“, sagte Zana. „Ich habe es gewusst Sevo, du erntest nur Feinde in Srebron!“, sagte Lizan und schüttelte leicht den Kopf. „Wann soll ich zum Hofe kommen?“; fragte Sevo. „Morgen Nachmittag!“, antwortete Zana. „Ich werde mit ihm gehen und wenn diese Unholde ihn zerreissen wollen vor der Königin, dann knüpfe ich sie mir alle beide vor!“, sagte Lizan streng. „Du musst ihn ja sehr mögen!“, sagte Zana. „Naja, mehr als einen Furunkel am Hintern!“, sagte Lizan. „Na, das ist doch mal was nettes, ein gelungenes Kompliment aber mich muss niemand verteidigen!“; sagte Sevo. Zana lachte und sagte, „Täusche dich da mal nicht!“ Sevo zog eine Grimasse und sah Zana an. „Ich gehe mit, basta!“; sagte Lizan. Als sie fertig waren, räumte Sevo das Tablett ab. Beim Wegtragen sagte Zana, „Bleibe mal stehen, Was ist mit deinem Bein?“ Sevo drehte sich um und sagte, „Was soll schon sein, nichts, nichts schlimmes!“ Lizan bemerkte es jetzt auch. Sevo zog sein Bein etwas nach. Sevo ging in die Küche und kam wieder zurück. „Ziehe mal deine Kleidung aus, ich will mal mir das alles anschauen!“, sagte Zana. „Ich bitte dich, wir kennen uns erst paar Tage und schon soll ich mich vor dir ausziehen. Also ehrlich gesagt geht das mir etwa zu schnell. Vielleicht sollten wir uns beim Kaffee und Kuchen besser kennenlernen bevor wir uns ausziehen!“, sagte Sevo. „Scherzkeks. Ich glaube du bist die Treppe zu oft heruntergefallen und jetzt ziehe dich aus!“, sagte Zana. „Nein, bestimmt nicht!“; sagte Sevo. „Nun mache schon, du weißt ich brauche gesunde Arbeiter und ich will nicht dass du mir verletzt zur Arbeit gehst!“, sagte Lizan streng. Sevo zog langsam und widerwillig seine Kleidung aus. „Lege dich auf die Liege!“, sagte Zana. Sie sah Lizan an als sich Sevo auszog. Sevo war von oben bis unten am ganzen Körper voller Striemen und blauen Flecken. Sie nahm seinen Fuß und drehte ihn ein wenig. „Tut das weh?“, fragte sie. „Ahhh, ja wenn ich nur laut lache!“, erwiderte Sevo. Du bist verletzt, zwar nicht schlimm, aber das musst du auskurieren. Woher hast du bloß diese Verletzungen am ganzen Körper?“. fragte Zana. „Bist du fertig?“, fragte Sevo. „Warum antwortest du mir nicht?“, fragte Zana...

...Den Schlitten hatte Lizan bereits fertig gemacht und das Pferd angebunden. Lizan saß vorne, Sevo und Zana hinten. „Hast du Angst das ich weglaufe?“, fragte Sevo Zana, die gegenüber von ihm saß. „Vielleicht, bei dir ist nichts sicher!“, erwiderte Zana, die ihren Befehl und ihre Arbeit sehr ernst nahm. „Sevo läuft doch vor nichts davon, oder Sevo?“, fragte Lizan und drehte sich zu ihm um. Sevo antwortete nicht, da er wusste, auf was Lizan anspielte. „Vor gar nichts, ehrlich?“, fragte Zana ungläubig. „Doch, vor nervenden Blondinen!“, sagte Sevo gelangweilt. Zana lachte und meinte, „Dann ist ja gut, auf zur Stadt Beomar!“ Sie mussten zur Stadt Beomar in der Die Eiskönigin Xenine ihren Palast hatte. Die Fahrt dauerte ein paar Stunden und Zana sah Sevo immer wieder an. Sevo bemerkte dies. „Habe ich einen Fleck auf der Nase?“, fragte Sevo gelangweilt. „Nein, aber ein Fleck würde dir besser stehen als diese Nase!“, erwiderte Zana lächelnd. Der alte Lizan lachte als er dies hörte. „Also wenn es nicht deine junge Nichte wäre Lizan, dann würde sie mal fliegen lernen!“, sagte Sevo. „Kein Problem, wann immer du willst mein Kleiner!“, erwiderte Zana lächelnd. „Oho, übernehme dich nur mal nicht und außerdem bin ich nicht dein Kleiner!“, sagte Sevo streng. „Nanu, wer ist denn da böse?“, fragte Lizan ironisch. „Ja, mit seinen Witzen scheint es wohl zu Ende zu sein!“, fügte Zana hinzu. Sevo lächelte und meinte, „Weißt du was meine Kleine, du musst noch viel lernen!“, sagte Sevo. „So was denn?“, fragte Zana ironisch. Nun ja, Lizan fuhr zwar schnell aber nicht sehr schnell. Sevo sprang links vom Schlitten als sie in den Wald an den engen Büschen hineinfuhren und war nicht mehr zu sehen. Zana erschrak und rief dem alten Lizan zu, er solle den Schlitten anhalten. „Was ist denn los?“, fragte der alte Lizan und sah zurück zu Zana. Zana war ganz aufgeregt und sah in alle Richtungen aber nichts bewegte sich, keine Fußspuren, keine Spur von Sevo, kein Strauch bewegte sich. „Sevo ist weg, einfach weggelaufen, du hast doch gesagt er würde nicht weglaufen!“, sagte Zana streng. „Vielleicht ist er in den Büschen versteckt?“, sagte Lizan. Zana bückte sich über den Schlitten und just erfaßte sie eine Hand am Kragen und zog sie Kopfüber vom Schlitten. Zana fiel in den Schnee mit einem kurzen Aufschrei. Sevo war nämlich unter dem Schlitten, liegend hielt er sich mit einer Hand fest und die andere warf Zana in den Schnee. „Ich habe dir doch gesagt, er läuft nicht weg!“, sagte Lizan lachend. „Und fliegen hat sie auch noch gelernt!“, fügte Sevo hinzu. Sevo schwang sich unter dem Schlitten hervor und setzte sich wieder in den Schlitten. Zana rappelte sich auf, die Haare voller Schnee und meinte, „Ihr habt mich richtig gut hereingelegt meine Herren!“ Sevo und der alte Lizan sahen sich an und lachten...

...Wiederum ging ein großes Tor auf und der Hofdiener rief, „Lizan und Sevo eure Majestät!“ Der Hofdiener sah mit wenig Respekt zu Sevo. „Siehst du ich hätte ihn doch auflockern sollen!“, sagte Sevo zu Lizan. „Ja, er schaut ein wenig zu streng, er wird dich wohl nicht schon kennengelernt haben?“, fragte Lizan und lächelte. Lizan blieb gleich hinter dem Tor stehen und Sevo musste alleine zur Königin gehen. Der Palast war voller Eisskulpturen besetzt und zwar in den prächtigsten bunten Farben. An der Decke des Palastes hingen bunte Schleier runter.  Vorne befand sich der kreisförmige Platz mit dem Thron.

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Dort saß die Eiskönigin Xenine, eine sehr schöne Frau mit schwarzen langen Haaren und blauen Strähnen. Neben ihr stand Zana. Links und rechts konnten die geladenen Gäste, Angestellten und alle Einwohner, die irgendwelche Anliegen haben, Platz nehmen. Dort waren auch alle Feen, Wald – und Schneegeister, Trolle, Zwerge und viele bunte Leuchtkäfer flogen durch den Palast. Es herrschte viel Gedränge und ein lautes Schwätzen. Lange hat es nicht solch einem Eklat gegeben, den sogar die Eiskönigin Xenine in Aufregung brachte. „Ich bitte um Ruhe!“, sagte die Eiskönigin. Sevo trat hervor und lächelte und verbeugte sich leicht.

„Eure Majestät!“, sagte er und lächelte die Eiskönigin Xenine an und dann Zana. „Das ist also unser Waise Sevo, man hört ja viele Dinge von dir, nur leider nichts erfreuliches!“, sagte die Eiskönigin Xenine und verzog keine Miene. Ihr langes blaues Gewand mit weißem Pelz schimmerte und glänzte. „Es kommt immer darauf an wer es sagt, Majestät!“, sagte Sevo. „Nun, mir ist zu Ohren gekommen, dass du etliches an Unruhe in Srebron gebracht hast. Der Kläger ist der Zwerg Vliko und natürlich auch der Riese Melhor. Was hast du dazu zu sagen?“, fragte die Eiskönigin Xenine. Der Zwerg Vliko und der Riese Melhor saßen ebenfalls links und rechts auf den Plätzen. „Ich glaube nicht, dass ein wenig Aufregung ihnen geschadet haben. Der Insel Srebron hat es doch auch nicht geschadet!“, erwiderte Sevo keck. Die Feen fingen das kichern an und Eiskönigin Xenine sah streng zu ihnen herüber und sie verstummten. „Also, was ihnen schadet und was nicht und was der Insel Srebron nicht schadet, dass entscheide immer noch ich!“, sagte Eiskönigin Xenine streng. „Ich bitte um Verzeihung!“, erwiderte Sevo. „Bitte, die Kläger sollen vortreten und ihren Sachverhalt schildern!“, sagte die Eiskönigin Xenine. Zwerg Vliko und Melhor traten hervor als erster sprach der Zwerg Vliko. „Majestät, verehrte Anwesende und Einwohner von Srebron. Dieser Waise, der Feigling von Yescada, zerstörte mir alle Stände auf dem Marktplatz in Sajo. Er verprügelte dazu noch meine Männer, die friedlich ihrer Arbeit nachgingen. Mir ist ein ungeheurer Schaden entstanden physisch wie auch psychisch, von dem materiellen Schaden gar nicht zu sprechen. Er hetzte außerdem die Einwohner von Srebron gegen mich auf. Hinzu kommen noch die unzähligen Beleidigungen, die ich von diesem Waisen ertragen muss. Ich frage sie Majestät, wann hat dies ein Ende?!“, sagte der Zwerg Vliko und sah streng zu Sevo und zeigte mit dem Finger auf ihn. „Nun, ist ja nicht das erste Mal das Sevo mit dir Streit hat, einen ungeheuren Schaden hinterlässt er ja immer. Was hast du zur deiner Verteidigung zu sagen?“, fragte die Eiskönigin Xenine. „Tja eure Majestät, was soll ich ihnen sagen. Es stimmt, dass ich mich ein wenig über die Preise von dem Zwerg Vliko ärgerte und ich dachte, man müsste der Bevölkerung doch eine kleine Freude bereiten!“, erwiderte Sevo. „Ein zerstörter Marktplatz von Sajo ist kaum als eine Freude für die Bürger von Sajo zu bezeichnen!“, sagte Eiskönigin Xenine streng.

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„Hohe Preise auch nicht, eure Majestät. Es ging einiges zu Bruch, vielleicht auch alles. Ich musste mich gegen die Männer verteidigen, was blieb mir anderes übrig? Die Einwohner habe ich nicht aufgehetzt, sie ließen nur ihren Ärger freien Lauf. Unser beiden Konversation war immer von viel Mitgefühl geprägt und Respekt. Natürlich tut mir der seelische Schaden vom Zwerg Vliko leid und tut mir mehr weh als ihm!“, sagte Sevo jetzt in einer schiefen Tonlage. Der Saal lachte, da alle wussten, dass der Zwerg Vliko mit allen Wassern gewaschen war. „Ich bitte um Ruhe!“; rief die Eiskönigin. „Glaubt ihm kein Wort, dass es ihm Leid tut, ich fordere die Verbannung des Feiglings Sevo von der Insel Srebron!“, rief der Zwerg Vliko erzürnt und mit hochroten Kopf. „Wie ich erfahren habe, kämpfte der Waise Sevo mit euren Männern alleine auf dem Marktplatz, er kann also nicht ein Feigling sein, nur ein Verrückter. Es ändert aber nichts, dass der Waise Sevo den Streit bewusst herbeigeführt hat.“, sagte die Eiskönigin Xenine. „Außerdem hätte euer Hauptmann Zana den Streit schlichten müssen!“; sagte der Zwerg Vliko erbost. „Richtig, aber ich dachte, die Bürger von Srebron können einen kleinen Streit selber schlichten!“; erwiderte Zana. „Ich glaube hier wird zu viel gedacht und nicht gehandelt!“; sagte der Zwerg Vliko aufgeregt. „Hohe Preise hin oder her, die Schuld gebe ich dem Waisen Sevo!“, sagte die Eiskönigin Xenine. „Der nächste bitte!“, sagte Zana traurig. Zwerg Vliko setzte sich wieder auf seinen Platz mit einem Lächeln auf den Lippen. Der Riese Melhor kam nach vorne. „Majestät, verehrte Anwesende und Einwohner von Srebron, dieser Waise Sevo, hinderte mich daran die Rehe in Srebron zu fangen. Er ließ sie immer frei und suchte immer Händel mit mir. Auch seine Beleidigungen sind mir ein Dorn im Auge. Vielleicht denkt er selbst er sei der König von Srebron. Vielleicht nimmt er das Recht zukünftig selbst in die Hand, wer weiß. Zuzutrauen wäre es ihm. Vom Händel habe ich überall Beulen am Kopf. Wie lange soll ich mir seine Gemeinheiten gefallen lassen!“, rief der Riese Melhor erbost. „Genau!“, schrie der Troll Pimo, der immer im Mittelpunkt stehen musste.

„Nun, wie ich erfahren habe ist der Streit immer fair ausgetragen worden, stimmt es Lizan?“, fragte die Eiskönigin Xenine. „So ist es!“, sagte der alte Lizan und trat einige Schritte hervor. „Nun, was hast du sonst zu den Anschuldigungen zu sagen?!“, fragte die Eiskönigin Xenine. „Für die Beulen kann ich wirklich nichts, soviel ich weiß, hat der Riese Melhor früher alle Wettkämpfe gewonnen. Auch den letzten Wettkampf. Die Beulen krönten nur seinen hervorragenden Verstand. Gewisse verbale Auseinandersetzungen lassen sich eben nicht vermeiden, so leid es mir tut!“, sagte Sevo wiederum mit einer schiefen Tonlage. Wieder lachte der Saal und die Eiskönigin Xenine verbat sich den Lärm. Die Feen sahen Sevo mit großen Augen an und ihnen gefiel der Waise Sevo. Die Eiskönigin sah dies und das gefiel ihr nicht besonders. „Tatsache ist, dass der Waise Sevo einen berechtigten Fang behindert hat bis hin zur Erfolglosigkeit des Fanges. Ich spreche ihn hier schuldig. Du darfst dich wieder setzen Melhor!“, sagte die Eiskönigin Xenine. Melhor setzte sich ebenfalls mit einem Lächeln. „Tritt hervor Lizan, bitte sagte mir etwas zu seiner Verteidigung!“, sagte die Eiskönigin Xenine, die immer fair war und jede Meinung hören wollte. Der alte Lizan trat hervor und sagte, „Ich und einige kennen Sevo sehr lange, vielleicht ist er schuldig in Anbetracht der Schäden und des Streits aber nicht er alleine. Er ist eben ein wenig anders als wir, er verbrachte seine meiste Zeit in Yescada. Dies ist zwar keine Entschuldigung aber eine mögliche Erklärung. Vielleicht hätte ich genauso gehandelt an seiner Stelle, wenn mir gewisse Aspekte in meinem Leben wichtig sind, wichtig für meinen Freund Sevo!“, sagte der alte Lizan. „Lizan, du weißt ich mag dich sehr gerne und ich weiß du magst auch deinen Freund Sevo, leider hat er mehr Feinde als Freunde. In Yescada wartet König Tratos mit voller Freude auf ihn. Ganz Yescada, so habe ich gehört ist in Aufregung, weil zwei Stücke des Steins Amiliton fehlen. Außerdem ist eine Belohnung von 10.000 Perlen für seine Ergreifung ausgesetzt. Auch die Königskinder von Frania werden gesucht sowie der Prinz Kalvin. Er verbreitet keine Freude, sondern nur reines Chaos. Chaos sind wir von ihm gewöhnt und es ist von ihm immer zu hören. Es gibt wohl keine Insel an der er kein Chaos hinterlassen hat. Und wenn es eine gibt, dann wird sie nicht lange Frieden haben. Welche Aspekte sind ihm denn wichtig, los sage es mir!“, forderte die Eiskönigin Sevo auf. Sevo sah weg und lächelte und schüttelte den Kopf, weil er sah nicht verstanden worden zu sein und dann sah er zur Eiskönigin Xenine. „Das sind meine Werte, meine Prinzipien. Liebe, Freiheit und Friede. Ich weiß, letzteres habe ich wohl nicht ganz im Griff, aber warum soll ich verbannt oder bestraft werden? Nur weil ich die Freiheit liebe und sie fordere auf allen Inseln, für Mensch und Tier? Weil ich fühle, dass König Tratoses Gesetzte meinem Verständnis widersprechen, der Liebe, Freiheit und des Friedens widersprechen. Soll ich meine Augen schließen und in Gefangenschaft leben? Auf meine Meinung verzichten, leben in ewiger Kälte der Tyrannei des Königs Tratos? Dann möchte ich nicht leben, nicht hier und irgendwo anders und nehme die Verbannung an, die sicher mein Herz mehr zerreißen würde als die Gefangenschaft in Yescada. Wenn meine Prinzipien falsch sind, so bin ich schuldig, schuldig, dass ich kämpfe für das was ich liebe!“, sagte Sevo mit leicht wässerigen Augen. Der Saal schwieg und vereinzelt flossen Tränen über die Gesichter. „Weißt du Sevo, mich berührt deine Rede aber wenn du deine Prinzipien liebst, warum bist du hier und nicht in Yescada?“, fragte die Eiskönigin Xenine und lächelte zum ersten Mal.

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Sevo antwortete nicht und sah weg. „Du musst es mir auch nicht sagen. Liebe kann sehr schön und zugleich grauenvoll sein, wenn sie fehlt, nicht nur für dich, für uns alle. Trotzdem muss ich dich bestrafen!“, sagte die Eiskönigin Xenine. „Unschuldig!“, rief einer aus der Menge des Saales. „Unschuldig!“, riefen die Feen. „Unschuldig!“, riefen jetzt alle im Saal des Palastes. Ein Feind von König Tratos war eben was anderes als ein Störenfried in Srebron. „Ich bitte um Ruhe, ich muss objektiv sein und ihr wisst alle, dass er schuldig ist. Ich werde mein Urteil sprechen!“, sagte die Eiskönigin Xenine. Lizan legte die Hand auf Sevos Schulter und Zana sah Sevo traurig an. „In Anbetracht der Tatbestände ist der Waise Sevo schuldig, er wird für die entstanden Schäden in voller Höhe aufkommen. Da er kein Unbekannter in ganz Yescada ist, wird ihn wohl nie einer ändern können, nicht damals, jetzt oder später, das habe ich immer gewusst. Er wird wohl seine Ironie immer behalten. Verbannen, ja verbannen, reißt sicher sein Herz entzwei, verbannen kann man einen Waisen nicht. Den Waisen Sevo schon gar nicht aus dem ganz einfachen Grund, seine Liebe zu Yescada ist zu stark. Er wird immer wieder einen Weg finden um zurückzuommen. Sehr wohl aber wird er sich fügen müssen und keine Unruhe stiften, sonst wird er von der Insel Srebron verwiesen. Da er ja gerne kämpft und für seine Prinzipien steht, so wird er bei den Wettkämpfen von Srebron teilnehmen die in zwei Wochen stattfinden werden. In der Woche des Krisnurams. Dort hat er genügend Zeit seine Kraft sinnvoll einzusetzen und zu zeigen, wie sogenannte Feiglinge aus Yescada wirklich kämpfen. Seine Prinzipien sind auch die meinigen und sollten jedermanns in ganz Yescada sein. Ich bitte meinen alten vertrauten Lizan auf ihn sorgfältigst aufzupassen und ihn ein wenig zu erziehen, obwohl mir bewusst ist, dass dies keine leichte Aufgabe für Lizan wird, vielleicht sogar unmöglich. Das ist mein Urteil!“, sagte die Eiskönigin Xenine. Der Saal schrie auf und alle freuten sich nach dem Ende des Urteils. Zähneknirschend blieben der Zwerg Vliko und der Riese Melhor sitzen, nahmen aber das Urteil an. Der alte Lizan freute sich und klopfte Sevo auf die Schulter, Zana ging zu ihm herunter und reichte ihm die Hand und beglückwünschte ihn. „Na, da hast du noch mal sehr viel Glück gehabt!“, sagte Zana und freute sich. „Ja, danke Lizan, danke Zana!“; sagte Sevo, denn er wusste bei wem er sich bedanke musste. „Bitte Ruhe. Ich möchte dass dich die Streithähne die Hand reichen und dabei, wenn es geht, lächeln sollen!“, sagte Eiskönigin Xenine, die selbst ein wenig von Sevos Ironie angesteckt worden war. Sevo reichte dem Zwerg Vliko die Hand und schüttelte ihn durch, besiegelt mit einem beiderseitigen Lächeln, dass mehr versprach als nur Friede. Der Riese Melhor schüttelte Sevo mit genau demselben Lächeln, nur der Riese Melhor drückte die Hand etwas fester zu, dass Sevo ein wenig aufschrie. „Nichts für Ungut!“; sagte der Riese Melhor. Sevo wusste, es würde nicht lange beim dem Frieden bleiben aber das war jetzt egal. „Ich möchte mich für das Urteil bedanken eure Majestät!“, sagte Sevo. Die Eiskönigin Xenine lächelte. Sevo lief die einigen Stufen zu ihr hoch und küsste sie auf die Wange.

„Dankt man denn so in Yescada, dem Land des Sommers?“, fragte die Eiskönigin Xenine. „Eigentlich nicht, aber ich bedanke mich so bei den Menschen, die mir sehr geholfen haben!“, sagte Sevo und ging zu Lizan. „Wir sehen uns bei den Wettkämpfen in der Woche des Krisnurams!“, sagte Melhor und Vliko. „Ganz gewiss!“, erwiderte Sevo. Melhor und Vliko waren seit je her sie Sieger der Wettkämpfe. „Na freust du dich?“, fragte Lizan. „Ja natürlich außer einer Sache, wie soll ich denn für den entstanden Schaden aufkommen?“, sagte Sevo bedrückt. „Ach, mach dir mal keine Sorgen, für den Schaden komme ich auf!“, sagte Lizan. „Danke Lizan, das kann ich nicht annehmen!“; erwiderte Sevo. „Doch du kannst es!“, sagte Lizan. „Danke alter Freund, das werde ich dir nie vergessen!“, sagte Sevo. „Oh, danke mir nicht und du wirst es bestimm nicht vergessen. Denn du wirst alles abarbeiten und natürlich auch lernen!“, sagte Lizan und er grinste ironisch.

 

 

Kapitel 9

...Alle sahen sich um und sahen Patasa. Patasa war eine Frau mittleren Alters und die bekannteste Zigeunerin in ganz Yescada. Sie war überall zu finden auf den Inseln, da sie oft herumreiste. Sie hatten alle sehr großen Respekt vor ihr und manche sehr große Angst, weil ihre Flüche gefürchtet waren. Sogar in Srebron hatte der Zwerg Vliko sie immer gemieden. Patasa hatte orange lange Haare, die unter einem Kopftuch hervor hingen. Die Zigeunerin Patasa hatte zudem noch einen grauen Rock an und eine bunte Jacke. Sie trug immer eine Tasche mit sich in der sie allerlei besaß, um so manches über die Zukunft vorherzusagen. Des Weiteren hatte sie so manche Heilmittel gegen alle Krankheiten. „Hallo Patasa, wir wollten einen Ring kaufen aber Arg will ihn uns nicht verkaufen!“, sagte Zana. „Das interessiert dich bestimmt nicht!“, sagte Vliko. „Kann ich ihn mal sehen Arg?“, fragte Patasa. „Ja natürlich!“, sagte Arg froh und übergab ihr den Ring. „Ein sehr schöner Ring, ich würde ihn dir abkaufen aber ich besitze keinen Perlen. Ich weiß auch nicht, ob du ihn mir verkaufen würdest?“, fragte Patasa. „Nun ja...“, grübelte Arg. Die Zigeunerin erkannte sofort die Lage und warum ihn Arg nicht verkaufen konnte. „Woher hast du den Ring?“, fragte Patasa. „Er hat ihn von Sevo?“, sagte Zana. „Warum ist das denn so wichtig von wem er ist?“, fragte Vliko erbost. „Beruhige dich Vlikochen! Was, Sevo ist hier?“, fragte Patasa. „Ja, er hat den Ring verkauft!“, sagte Zana. Patasa lächelte und meinte, „Also Arg, ich kann dir nichts geben für den Ring, keine Perlen aber ich kann dir etwas gegen deine Beschwerden geben!“, sagte Patasa. „Welche Beschwerden?“, fragte Vliko erstaunt. „Gegen allerlei Schmerzen, ich habe hier ein Mittel das gegen alles hilft. Wenn du willst, so tausche ich es gegen diesen Ring!“, sagte Patasa. „Das ist ja starker Turbag!“, sagte Vliko böse.

„Entschuldige Vliko, ein Mittel gegen Habgier habe ich nicht!“, sagte Patasa ironisch und Zana lachte auf. „Frechheit!“, stammelte Vliko in seinen Bart. „Ja, ich tausche ihn gegen das Mittel!“, sagte Arg froh und war glücklich den Ring wieder los zu geworden zu sein. Die Zigeunerin Patasa tauschte das Mittel gegen den Silberring von dem Händler Arg. „Bei Vollmond einnehmen und dreimal den Mond anzuzwinkern und sagen, mitz matz, aus die Katz!“, sagte Patasa. „Ach ich bitte dich, so ein Blödsinn, er wird sich bei Vollmond noch erkälten!“, sagte Vliko böse. „Willst du auch ein Mittel von mir?“, fragte Patasa den Zwerg Vliko. „Ja. Ein Mittel gegen ungebetene Gäste!“, sagte Vliko beleidigt und zog von dannen. Verärgert darüber, dass er den Ring nicht bekommen hatte. „Dann wäre ja er nicht mehr da!“, sagte Patasa und alle lachten. Auch Zana war etwas traurig den Ring nicht bekommen zu haben aber wenigstens bekam ihn der Zwerg Vliko nicht. „Ich hoffe, er wird dir Glück bringen!“, sagte Zana zu Patasa. „Ich weiß er wird es, danke!“, sagte Patasa und verabschiedete sich….

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…..„Willst du etwa schon gehen, willst du denn keine Gegenleistung von mir?“, fragte Patasa. „Nein, bin heute etwas schlecht gelaunt, entschuldige wenn ich unfreundlich bin!“, erwiderte Sevo. „Soll ich dir etwas über dein Schicksal und über deine Zukunft sagen?“, sagte Patasa und holte eine Kristallkugel heraus. „Nein, danke, davon habe ich erst einmal genug!“, sagte Sevo und lachte. „Warum?“, fragte Patasa. „Weil man gegen sein Schicksal nicht gewinnen kann!“, erwiderte Sevo. „Das können nur Menschen sagen, die keinen Glauben mehr an ihre Kraft haben!“, sagte Patasa. „Nein, das ist nur die Wahrheit!“, erwiderte Sevo und lächelte zustimmend zu seinen eigenen Worten. „Ich sehe in der Kugel du hast sehr viel Leid ertragen müssen, zu viel sogar!“, sagte Patasa und sah konzentriert in die Kugel. „Ja ich armer!“, sagte Sevo ironisch. Patasa nahm seinen Kommentar nicht ernst. „Komm schon Patasa, ich will nicht, dass du das für mich machst. Das Leben ist nicht spannend wenn man weiß was passiert, oder?“, sagte Sevo und sah Patasa ungläubig an. „Du glaubst mir nicht, du Rotznase?“, sagte Patasa streng. „Nein, ich möchte nicht daran glauben und außerdem erzählst du mir von der Vergangenheit, die ich ja schon kenne!“, sagte Sevo lächelnd. „Nein du kennst deine Vergangenheit nicht!“, sagte Patasa. „Nein, wer dann?“, fragte Sevo ironisch. Patasa nahm einige Bohnen aus der Tasche und warf sie in den Schnee. „Du solltest sie lieber essen Patasa, nicht werfen!“, sagte Sevo ironisch. „Du bist einsam, sehr einsam in deinem Herzen!“, sagte Patasa und lächelte Sevo an, weil sie wusste, dass sie Recht hatte. Sevo erschrak etwas aber lächelte sogleich. „Na, das ist hier doch fast jeder zweite in Yescada!“, sagte Sevo und wollte sich mit dieser Aussage retten. „Du wirst Besuch bekommen, ob er gut oder schlecht wird, hängt von dir ab!“, sagte Patasa. „So undeutlich?“, fragte Sevo, der immer noch ungläubig lächelte. „Langsam, es geht nach vorne!“, sagte Patasa. „Was?“, fragte Sevo. „Es ist so undeutlich, dein Schicksal verlangt viel von dir!“. Ich gehe jetzt, danke für deine Prophezeiung!“, sagte Sevo lächelnd und ging weiter. „Du suchst und hast keine Antwort!“, rief Patasa Sevo hinterher. Sevo blieb stehen. „Du bist unruhig, kannst keinen klaren Gedanken fassen. Du bist nicht frei, du wärst es gerne aber du bist es nicht mein Junge!“, sagte Patasa. Sevo drehte sich um und fragte, „Woher willst du das wissen?“ Patasa lächelte.

„Ich sehe es, die Bohnen sagen es mir!“; sagte Patasa. „Was werden dir dann erst die Erbsen sagen?“, sagte Sevo wieder einmal voller Ironie. „Mach nur deine Scherze mein Junge,. Aber du weißt, dass ich Recht habe. Du bist voller Sehnsucht aber kannst sie nicht stillen. Ein Schmerz ist in dir, der größer ist alles andere was du gekannt und bisher bezwungen hast!“, sagte Patasa. Sevo schluckte und kam auf Patasa zu. „Du hast Angst mich mehr zu fragen?“, fragte Patasa. „Ja!“, erwiderte Sevo. „Nein, die Frage kann ich dir nicht beantworten!“, sagte Patasa. „Welche denn, ich habe dir keine gestellt?“, sagte Sevo erschrocken. „Die Frage, woher du kommst und...“, sagte Patasa. Sevo schluckte und sah Patasa an. „Ich kann dir auch nicht sagen, wie lange der Schmerz in dir anhält!“, sagte Patasa und Sevo sah weg. Patasa nahm die Bohnen wieder vom Schnee auf. „Hier nimm die Bohnen, irgendwann werden sie dich beschützen!“, sagte Patasa. Sevo streckte die Hand aus und Patasa legte sie in seine Hand hinein. Dann griff sie seine Hand. „Interessant, deine Handlinien. Ich sehe, dass Liebe dich schmerzt, fehlende Liebe und Angst. Ja, Angst vor allem alles was mit Liebe zu tun hat. Aber du kannst nicht ängstlich durch das Leben gehen. Die Maske, die du aufsetzt täuscht andere aber nicht dich selbst, nicht dein Herz. Deswegen musst du kämpfen, für die Liebe kämpfen!“, sagte Patasa und ihre Augen glänzten in einem eigenartigen Blau, obwohl sie eigenartige braune Augen hatte. Sevo erschrak und zog seine Hand zurück. Mit so einer Aussage von der Zigeunerin Patasa hatte er nicht gerechnet. „Keine Angst mein Junge, habe keine Angst vor mir. Angst musst du nur haben, wenn du den Glauben an dich selbst verlierst!“, sagte Patasa in einer beruhigenden Art und Weise. „Sevo schluckte und atmete tief durch. Die Zigeunerin Patasa verabschiedete sich mit einem Lächeln und machte sich auf den Weg, um sich was zu essen zu kaufen. Sevo sah ihr lange hinterher. Er wusste, dass die Zigeunerin Patasa Ereignisse voraussehen konnte. Er glaubte daran aber nie würde er es zugeben. Er selbst besaß ein hohes Maß an Intuition, das er aber verdrängte weil es für ihn selbst erschreckend war. Erschreckend, weil er sich das nicht erklären konnte. Er steckte die Bohnen in die Tasche…

 

Kapitel 10

…..„Oh, Verzeihung, das wollte ich nicht. Mein Name ist Yiki, der Schneemann!“, sagte Yiki und setzte sich den Strohhut auf. „Und mein Name ist Nova!“, sagte Nova und stand auf klopfte sich den Schnee von der Kleidung ab. „Den Namen habe ich hier noch nie gehört, bist du neu hier?“, fragte Yiki. „Ja, ganz neu, ist das etwa schlimm?“, fragte Nova. „Nein, nein, nur hat man in Srebron etwas gegen Fremde die Ärger machen wollen!“, sagte Yiki. „Ich will doch kein Ärger machen!, sagte Nova ganz nett. „Dann ist ja gut. Hast du Freunde hier in Srebron?“, fragte Yiki. „Nun ja, ich suche einen Waisen Sevo, kennst du ihn?“, fragte Nova ganz vorsichtig, denn sie wusste ja nicht, wie sehr Sevo hier willkommen war. „Oh, ja den kenne ich!“, sagte Yiki und machte ein erschrockenes Gesicht. „Tut mir leid, ich wollte dich nicht erschrecken!“, sagte Nova, der dies natürlich auffiel. „Nein, nein, aber bist du ein Freund von Sevo?“, fragte Yiki. Nova überlegte etwas und sagte, „Ja, ...sowas ähnliches.“ Jetzt lächelte Yiki, der Schneemann.


„Bist du wohl auch von Yescada wie er?“, fragte Yiki. „Ja, bin ich!“, sagte Nova und lächelte, die den Schneemann Yiki putzig fand. „Ich will auch mal irgendwann nach Yescada, das ist ein Traum von mir?“, sagte Yiki. „Aber dort schmilzt du doch!“, erwiderte Nova erschrocken. „Ist doch gleich, denn ich komme mit den Wolken eh wieder nach Srebron!“, sagte Yiki und sah Nova erwartungsvoll an. Der Schneemann Yiki wusste, ganz egal wenn er schmelzen würde, würde das Wasser in Form von Schneeflocken wieder Srebron erreichen und er wäre wieder der Schneemann. „Nimmst du mich mal mit?“, fragte Yiki. „Nur wenn du mir versprichst, nicht gleich zu schmelzen!“ ,sagte Nova und lächelte. „Kannst du mir sagen wo Sevo ist?“, fragte Nova. Yiki überlegte etwas. „Ich weiß, dass er hier ist nur nicht wo er ist aber er hat einen Freund hier in Srebron. Kennst du den alten Lizan?“, fragte Yiki. „Nein, den kenne ich nicht aber wenn er mir weiterhelfen kann, dann werde ich ihn aufsuchen!“, sagte Nova. „Ja, bestimmt kann er dir weiterhelfen. Wenn du willst, dann bringe ich dich zu ihm, er wohnt in der Herberge in Sajo!“. sagte Yiki. „Hat Sevo nur einen Freund oder mehrere Freunde hier in Srebron?“, fragte Nova vorsichtig. „Nun, es zählen die richtigen Freunde, nicht wahr?“, sagte Yiki und sah Nova an. „Natürlich. Ich frage dies, weil ich nicht seine Feinde treffen will!“, sagte Nova. Yiki lachte auf und hörte gar nicht mehr auf zu lachen. „Was ist denn so lustig?“, fragte Nova. „Du gefällst mir Nova. Du wirst ganz sicher seinen Feinden begegnen hier in Srebron, da Sevo mit jedem so seine Probleme hat!“, sagte Yiki und lachte weiter. „Dann ist er also unbeliebt!“, sagte Nova. „Na ja, nicht weniger als in Yescada aber die Personen, mit denen er immer Ärger hat sind auch nicht gerade beliebt in Srebron!“, sagte Yiki. „Ach so, also hier benimmt er sich auch so wie in Yescada!“, sagte Nova, die in Yikis Aussagen Sevo exakt wiederfand. „Komm mit ich bringe dich zur Herberge!“, sagte Yiki und Nova ging mit ihm mit. Unterwegs unterhielten sie sich über Yescada.

Yiki war sehr beeindruckt. Es wurde schon etwas dunkel und sie kamen an einer Höhle vorbei. „Nanu, wen hast du denn da?“, fragte eine Stimme. Yiki erschrak, dass ihm der Strohhut in die Luft flog. Natürlich erschrak Nova auch und sie sah sich um, ob nicht irgendwo Gefahr lauerte. „Ach so, du bist es Patasa, du hast mich aber erschrocken!“, sagte Yiki beruhigt. „Wer ist das?“, fragte Patasa. „Das ist Nova, sie sucht Sevo!“, sagte Yiki. „Du bist Patasa die Zigeunerin?“, fragte Nova. „Ja, mein Kind und du bist Nova von der Insel Frania!“, sagte Patasa. Nova erschrak etwas, weil sie nicht im entfernten geahnt hätte, dass Patasa sie kennen würde. „Wohin wollt ihr?“, fragte Patasa. „Zur Herberge, ich bringe sie zum alten Lizan!“, sagte Yiki. „Es wird doch schon dunkel, kommt mit in die Höhle und übernachtet hier. Morgen könnt ihr weiterziehen!“, sagte Patasa. Nova wollte nicht so recht, da sie Patasa nicht kannte und nicht wusste, ob man ihr vertrauen konnte. „Ja das ist eine gute Idee!“, sagte Yiki. „Nein, ich gehe lieber alleine, zeig mir einfach nur den Weg Yiki!“, sagte Nova. „Hast du etwa Angst mein Kind?“, fragte Patasa. „Nein aber ich kenne dich nicht so gut und ich möchte Sevo schnell finden!“, sagte Nova in einem freundlichen Ton. „Warum willst du ihn so schnell finden, Prinzessin Nova!“, fragte Patasa und sah Nova mit funkelnden Augen an. Yiki sah Nova erstaunt an. „Bist du eine echte Prinzessin?“, fragte Yiki erstaunt und machte große Augen. „Ja Yiki aber bitte nicht weitersagen!“, sagte Nova und sah die Zigeunerin Patasa streng an. Nova gefiel das gar nicht, wenn man ihre Identität so leicht preisgab. Aber sie musste sich nun mal der Situation beugen. „Ich möchte ihn nun mal finden!“, sagte Nova streng zur Zigeunerin Patasa. „Finden, um ihm zu helfen oder ihn zu verraten?“, sagte Patasa und ging in die Höhle hinein. Yiki trat von Nova etwas zurück. Nova erschrak wieder, da die Zigeunerin Patasa vieles zu wissen schien. „Ich bin keine Verräterin!“, sagte Nova. Aber es klang nicht so überzeugend. „Kommt rein, beide, dann erzähle ich euch etwas über eure Zukunft, etwas über euch. „Das wäre schön!“, sagte Yiki und kam in die Höhle hinein. „Was ist mit dir Prinzessin Nova, ist dir die Höhle nicht gut genug?“, fragte Patasa. „Wenn sie gut genug für euch ist, dann auch gut genug für mich!“, sagte Nova und kam herein. Innen in der Höhle war es sehr gemütlich. Hast du etwas zu essen dabei?“, fragte Patasa. Nova nahm etwas Brot heraus und gab es der Zigeunerin Patasa. Patasa ergriff ihre Hand. „Du hast Angst, große Angst sogar und du schämst dich!“, sagte Patasa. Nova zog ihre Hand schnell zurück. „Quatsch!“, sagte Nova kurz. „Wenn es Quatsch ist, dann hast du nichts zu befürchten, gib mir deine Hand!“, sagte Patasa. Nova wollte ihr zeigen, dass sie keine Angst hatte und streckte die Hand wieder aus. „Du bist sehr stark und sehnst dich zugleich nach Liebe. Du bist dir unschlüssig und du bist unzufrieden mit dir selbst. In dir tobt ein Kampf aber er wird nicht entschieden. Du stillst deine Seele mit Ausreden und Lügen aber man kann das Herz nicht belügen, nicht wahr Nova?“, fragte Patasa und Nova errötete.

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„Nein, ganz falsch!“, sagte Nova und zog ihre Hand zurück. „Und jetzt ich!“, sagte Yiki ungeduldig. Die Zigeunerin Patasa nahm ihre Kristallkugel heraus und sah hinein. „Ich sehe einen Nussbaum!“, sagte Patasa. „Wie Nussbaum?“, fragte Yiki. „Eben nur einen Nussbaum!“, sagte Patasa. „Mehr nicht?“, fragte Yiki und er wurde traurig. „Nein, mehr nicht!“, sagte Patasa. Nova kannte den Nussbaum und wo er stand aber sie sagte nichts. „Du bist sehr intelligent aber du glaubst zu wenig an dich, wie oft fragst du dich, ob du nicht aufgeben sollst aber zeigst es nie nach außen. Wie oft würdest du es gerne haben, dass einer die schwere Entscheidung für dich abnimmt. Das alles ein Ende nimmt?“, sagte Patasa und Nova erschrak wieder. „Aber essen wir erst einmal was!“, sagte Patasa. Nova nahm noch mehr Brot heraus und beide aßen es. Yiki der Schneemann dachte unterdessen nach wo der Nussbaum stehen könnte. Die Zigeunerin Patasa nahm dann einen Silberring heraus und legte ihn neben der Kristallkugel hin. Nova erkannte den Silberring sofort. „Woher hast du denn Ring?“, fragte Nova. „Denn habe ich erworben auf dem Markt in Sajo!“, erwiderte Patasa. „Ich möchte ihn gerne haben!“, sagte Nova. Die Zigeunerin Patasa lachte. „Willst du alles haben, was dir gefällt?“, fragte Patasa. „Man kann nicht alles haben aber ich würde ihn gerne kaufen!“, sagte Nova. „Er ist unverkäuflich!“, sagte Patasa. „Ich gebe dir 10 Perlen!“, sagte Nova. „Er ist unverkäuflich!“, sagte Patasa erneut. Nova stand auf und warf den Mantel, den sie trug von sich. „Dann kämpfe ich um den Ring!“, sagte Nova streng. Yiki erschrak und seine Nase drehte dich im Kreis. „Warum ist dir der Ring so wichtig?“, fragte Yiki, der das alles nicht verstand. „Ja Nova, warum?“, sagte Patasa. „Weil...“, stotterte Nova. „Weil was?“, fragte Patasa. „Du hast ja denselben an deinem Finger!“, bemerkte Yiki. „Das geht euch gar nichts an!“, sagte Nova, leicht verunsichert und streng. „Erinnert er dich an was, an eine Sache an die du nicht mehr glaubst?“, fragte Patasa. Nova wurde unsicher und das sah man ihr jetzt an. „Er ist unverkäuflich aber ich schenke ihn dir. Setze dich wieder hin Prinzessin Nova, du hast noch viel zu lernen!“, sagte Patasa. Nova setzte sich wieder hin und nahm den Silberring an sich. „Danke!“, sagte sie kleinlaut. „Na du bist mir ja eine, du braust genauso auf wie Sevo!“, sagte Yiki. Die Zigeunerin Patasa sagte nichts zu Yikis Worten. „Entschuldigt, ich habe zu viel erlebt in den letzten Wochen!“, sagte Nova. „Ich weiß, wir verzeihen dir!“, sagte Patasa. Nova glaubte der Zigeunerin Patasa nicht, dass sie genau wusste, was sie erlebt hatte und warum sie nach Srebron kam. Nova wollte es nicht glauben. Wer mochte es schon durchschaut zu werden. „Ich möchte dir auch was schenken, ich bitte dich die Perlen zu nehmen, als Geschenk!“, sagte Nova. „Danke, aber du wirst es noch nötiger brauchen als ich. Deine Geste allein zählt für mich. So nun legen wir uns hin und morgen wird dich Yiki zum alten Lizan bringen!“, sagte Patasa. Sie legten sich alle hin zum Schlafen und der Mond sah auf Srebron herab...

 

Kapitel 11

...„Ein Wettkampf?“, fragte Nova. „Ja, er muss dort teilnehmen und seine Schuld begleichen. So will es die Eiskönigin Xenine!“, sagte Lizan. „Hat er wohl die Eiskönigin Xenine wieder verärgert?“, fragte Yiki. „Ja, ein wenig aber sie hat ihm verziehen!“, sagte Lizan und lächelte. Sie fuhren noch eine Weile und schwiegen sich an. „So wir sind da!“, sagte Lizan. „Wo ist er?“, fragte Nova. „Dort, siehst du ihn, ich rufe ihn mal!“, sagte Lizan. Nova sah Sevo von weitem aber nur von Hinten. Sevo war im Wasser und redete mit dem Prinzen Vukey. „Sevo, hallo Sevo, du hast Besuch!“, rief Lizan aber keiner von den beiden hörte Lizan. „Wir gehen mal zu ihnen hin!“, sagte Lizan und alle stiegen vom Schlitten ab. Nova wurde sehr nervös und immer unruhiger. „Beruhige dich Nova, dir passiert nichts, ich bin bei dir“, sagte Lizan und lief mit ihr zu den beiden herüber. Nova sah Lizan an aber dennoch war sie völlig nervös. Je näher sie kam, desto schwieriger war es für sie. Alles ging ihr durch den Kopf und sie wollte so gerne umkehren. Diese Situation würde sie nicht bestehen.

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Der Prinz Vukey sah sie kommen. „Na du Kugelfisch, hast du endlich Schwimmen gelernt?“, fragte Lizan. Sevo war im Wasser und drehte sich um. „Bin immer noch schneller als du!“, sagte Sevo grinsend und dann sah er plötzlich Nova und den Schneemann Yiki. Sevo sagte nichts und drehte sich wieder zu Vukey zu. Nova presste die Lippen zusammen. „Ach ja, ich habe dir jemanden mitgebracht. Kennst du sie?“, fragte Lizan. „Eine Freundin!“, fügte Yiki hinzu. „Ach Yiki, du bist auch da?“, sagte Sevo. „Willst du Nova nicht begrüßen?“, fragte Lizan. „Ich wüsste nicht warum!“, sagte Sevo und schwamm weiter. „Das ist Prinz Vukey, der Prinz der Steppe und das ist Prinzessin Nova von Frania!“, sagte Lizan und beide reichten sich die Hände. „Yiki kennst du ja!“, sagte Lizan zu Vukey. „Na klar, mich kennt jeder in Srebron!“, sagte Yiki und hob seine Brust an. „Nova mach dir keine Sorgen, er kann ja nicht ewig im Wasser bleiben!“; sagte Lizan. Nova nickte. „“Nun komm heraus aus dem Wasser!“, sagte Lizan. „Ich habe zu tun und keine Zeit!“, erwiderte Sevo abweisend. „Komm mit, wir gehen zu dem Dickkopf!“, sagte Lizan und nahm Nova an die Hand. Sie gingen zu Sevo. „Nun komm schon heraus!“, sagte Lizan. Sevo stieg aus dem Wasser. Nova bemerkte, dass sich Sevo verändert hatte durch das Training. Sein Körper ist viel muskulöser geworden.

„Hallo!“, sagte Nova kleinlaut aber Sevo sah sie nur kurz an und ging an ihr vorbei. „Willst du sie nicht begrüßen?“, fragte Lizan. „Warum sollte ich?“, fragte Sevo zurück. „Sie ist weit gereist, um dich zu finden!“, sagte Lizan. „Na und, wieso ist sie denn hier, bin ich ihr etwas schuldig geblieben, dann werde ich alles begleichen!“, sagte Sevo und benahm sich völlig daneben nach Ansicht des alten Lizans. „Lass mal Lizan, es hat keinen Sinn!“, sagte Nova. „Nun höre sie mal an!“, sagte Lizan. „Was soll ich denn anhören, wieder Lügen?“, sagte Sevo und zog sich an. „Keine Lügen!“, sagte Nova. „Sie kommt doch nicht ohne Grund!“, sagte Lizan. „Genau das ist es Lizan, frage sie, warum sie gekommen ist. Doch nicht ohne Grund, sie will doch etwas!“, erwiderte Sevo. „Dann frage sie doch, was sie will!“, sagte Lizan, dem die Vermittlerolle langsam langweilig wurde. „Egal was, mich interessiert es nicht mehr, ich kann ihr nicht mehr helfen!“, erwiderte Sevo. „Nun schau sie doch mal an!“, sagte Lizan. „Nein, ich wüsste nicht mal warum ich das tun sollte, das hat sie nicht verdient!“, sagte Sevo.

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„Du bist sehr hart und kalt!“, sagte Lizan. „Genau wie sie!“, sagte Sevo und wollte weggehen. „Sevo!“, sagte Nova. Sevo sagte nichts. „Bitte Sevo!“, flüsterte sie und ihre Augen liefen voller Wasser. „Nun sehe endlich her!“, sagte Lizan streng und Sevo sah Lizan an und dann zu Nova. Er sah wie ihr dicke Tränen über das Gesicht liefen. Sevo drehte sich wieder um, denn er konnte dies nicht mit ansehen, nicht sehen wie Nova weinte. Sevo riss sich zusammen, da es ihm den Magen zuschnürte. Sevo wollte auf gar keinen Fall, dass einer sah, dass er noch gewisse Gefühle hatte. Er hatte gedacht, dass alles vorbei wäre, jedes Gefühl, jeder Gedanke, einfach alles und nun war alles anders. Alles fing von vorne an, es war gegenwärtig und er hasste dies. Er musste sich sehr stark zusammennehmen. „Sage was du willst und dann gehe wieder!“, sagte Sevo streng. „Der Wüstenskorpion hat uns alle gefangen, den König Kalyps, Königin Efra, Kalvin, Alves und Rex. Er hat gesagt er lässt sie nur frei, wenn du zu ihm kommst!“, sagte Nova und die Tränen liefen über ihr Gesicht. „Und wenn ich komme, lässt er mich dann auch wieder gehen?“, fragte Sevo. „Ja!“, sagte Nova. Sevo sah daraufhin den alten Lizan an. Der alte Lizan und Sevo kannten den Wüstenskorpion Mahid genau. „Du weißt nicht, wer Mahid ist!“, sagte Sevo und nahm seinen Stock. „Doch, der Wüstenskorpion und er hält uns alle in der Fatamorgana Lizak gefangen. Er gab mir 24 Tage, um dich zu finden und zu holen. Wenn du nicht kommst, übergibt er alle dem Tyrannen Tratos!“, sagte Nova.

„Mahid ist sehr intelligent und keiner kennt ihn von euch. Mahid ist auch sehr stark und er hat bereits gewonnen Nova!“, sagte Sevo und ging weg. Der alte Lizan legte seinen Arm um Nova. „Was willst du jetzt machen!“, rief Lizan zu Sevo. „Gar nichts, ich kämpfe nicht mehr für Yescada. All das interessiert mich nicht mehr!“, erwiderte Sevo. „Aber es sind deine Freunde!“, sagte Lizan. „Ach wirklich?“, erwiderte Sevo. „Du kannst sie nicht im Stich lassen!“, sagte Lizan. „Ich will nicht mehr und ich kann nicht mehr. Jeder hat sein Schicksal und das ist ihres. Ich werde nicht zur Wüste Dranada gehen. Niemals!“, sagte Sevo und ging weg. Nova liefen die Tränen immer noch übers Gesicht. „Das meint er nicht so, er ist eben sehr stur. Natürlich wird er zu Mahid gehen!“, sagte Lizan und tröstete Nova. „Meinst du?“, fragte Nova und sah Lizan mit großen fragenden Augen an. „Bestimmt!“, erwiderte Lizan und lächelte. „Ich glaube er hasst mich!“, sagte Nova. „Ach Unsinn, er würde gerne hassen aber er kann es nicht!“, sagte Lizan. „Niemals!“, schrie Sevo als er etwas weiter weg war und schlug einen Stein aus Wut mit dem Stock weit fort. Nova hörte dies und sah Lizan traurig an. „Na, das ist doch ein gutes Zeichen, er lebt!“, sagte Lizan. Nova verstand Lizan nichts so recht und glaubte nicht so recht an seine Worte. Yiki, der Schneemann und Vukey blieben ohne Worte und waren ganz still. Der alte Lizan lief zu Sevo hin, der in die Ferne sah und nachdachte. Nova kam hinzu. „Willst du ihr nicht helfen?“, fragte Lizan. „Nein, ich kann nicht mehr!“, sagte Sevo. „Du kannst!“, sagte Lizan. „Hast du vergessen was passiert ist?“, sagte Sevo und wurde lauter. „Du hast mir ja auch nie etwas richtiges darüber erzählt!“, sagte Lizan. „Sie denkt, sie braucht nur herzukommen und schon renne ich los und begebe mich wieder in Gefahr!“, sagte Sevo böse. „Vergiss es einfach, vielleicht war es ein Fehler herzukommen!“, sagte Nova. „Ganz genau, ein Fehler, ihr habt mich belogen und jetzt da es euch schlecht geht, dann falle ich euch wieder ein. Geh zurück und lasst euch von eurem Stand helfen. Für mich seid ihr alle gleich!“, schrie Sevo Nova an. Nova verkniff sich weitere Tränen und auf einmal holte sie aus und gab Sevo eine schallende Ohrfeige. Der alte Lizan erschrak und Vukey machte große Augen. „Die hat gesessen und sie kann zuschlagen, bei allen Schneegeistern!“, sagte Yiki erstaunt. Sevo drehte seinen Kopf nach der Ohrfeige zu Nova. „Das kannst du gut. Hauptsache verletzen!“, sagte Sevo und ging. Nova liefen wieder dicke Tränen über das Gesicht und war eigentlich böse auf sich selbst. „Das war mal lange fällig!“, sagte Lizan. „Was war lange fällig?“, fragte Vukey, der näher kam. „Das ihn einer mal wachrüttelt!“, sagte Lizan.

„Mit der Ohrfeige hört er so manche Musik, er bleibt bestimmt noch lange wach!“, sagte Yiki, der auch dazukam. „Tut mir leid Lizan, das wollte ich nicht!“, sagte Nova. „Sag das nicht mir, sondern ihm Nova. Ihr habt über vieles zu reden aber so wenig Zeit!“, sagte Lizan. „Es hat keinen Zweck, das siehst du doch!“, sagte Nova. „Du musst es versuchen Nova, ich verstehe das er wütend und gekränkt ist aber trotz allem ist er Sevo. Er ist tief im inneren Sevo geblieben, vergiss das niemals!“, sagte Lizan und legte den Arm um Novas Schulter und tröstete sie...

 

...Nach einer Weile ging die Tür auf und Sevo kam herein. „Ach sieh an, mein Zögling, wie geht es deiner Backe?“, fragte Lizan in einem ironischen Tonfall. „Sehr witzig, bin wohl für alle sehr witzig hier!“, sagte Sevo und vermied absichtlich jeden Augenkontakt mit Nova. Auch sie sah ihn nicht direkt an. „Wann gehst du?“, fragte Lizan. „Ich habe mich bereits entschieden. Ich gehe nicht!“, sagte Sevo und ging die Treppe hoch. „Was ist aus dir geworden, du bist so kalt!“, sagte Lizan. „Ich kann nicht ohne Vertrauen für eine Sache kämpfen. Am besten du gehst Nova, weit weg und kommst nie wieder. Ich will nichts mit solchen Menschen zu tun haben. Ich will nie so werden wie ihr!“ schrie Sevo von der Treppe herunter. Nova sprang auf, machte die Tür auf und lief hinaus. „Na prächtig du Depp, los, was stehst du da oben wie eine Eule, gehe hinterher und hole sie zurück!“, sagte Lizan. „Niemals!“, sagte Sevo. „Wann ist für dich eine Schuld beglichen, kannst du nicht verzeihen, das ist nicht nur eine Schwäche des Menschen, sondern mehr eine Stärke. Bist du zu schwach?“, fragte Lizan. „Schöne Worte aber bedeutungslos!“, erwiderte Sevo knapp. „Du hast doch was du wolltest aber du wirst dich nicht auf Dauer besser fühlen. Höre auf das, was dir dein Herz sagt und jetzt bewege dich sonst haue ich dir auf die andere stolze Backe!“, sagte Lizan erbost. Sevo überlegte und zögerte. „Na los, wird’s bald!“, rief Lizan und warf einen Becher, der Sevos Kopf nur knapp verfehlte. Sevo duckte sich und lief die Treppe herunter und lief ebenfalls zur Tür hinaus. Er sah die Fußspuren von Nova im Schnee und lief ihr hinterher. „Nova, Nova, so warte doch!“, schrie Sevo. „Nein, lass mich in Ruhe!“, sagte Nova, die wieder anfing zu laufen, um nicht von Sevo eingeholt zu werden. „Jetzt warte, verdammt noch mal!“; sagte Sevo und holte sie ein. Er hielt sie am Arm und zog sie zu sich. Sie drehte sich zu zu ihm um. „Komm wieder rein in die Herberge, hier kennst du keinen und außerdem wird es kalt!“, sagte Sevo und war außer Atmen. Nova sagte nichts. „Jetzt komm schon!“, sagte Sevo und nahm sie an die Hand. Sie gingen gemeinsam in die Herberge zurück und setzten sich hin. „Na so ist es schon besser. Und nun, erzähl, was genau will der Wüstenskorpion Mahid?“, fragte Lizan und verlor keine Zeit. Nova brauchte einige Zeit um sich zu beruhigen aber dann erzählte sie was passiert war. Sevo hörte zu und sagte kein Wort. „Und er lässt dann Sevo frei?“, fragte Lizan. „Ja!“, sagte Nova und sah zu Boden. „Es ist schon spät, ich bitte dich, dich oben auszuruhen. Du kannst dir ein Zimmer nehmen!“, sagte Lizan. „Ja, ein wenig müde bin ich aber die Zeit drängt. Ich brauche eine Entscheidung bis Morgen!“, sagte Nova leise und ging in das Zimmer. „Sie lügt!“, sagte Sevo unbeeindruckt. „Ja, Mahid lässt dich niemals gehen!“, sagte Lizan. „Mahid setzt sie unter Druck und sie denkt, wenn ich die ganze Wahrheit wüsste, dann werde ich nicht gehen!“; sagte Sevo. „Ja!“, erwiderte Lizan. Beide schwiegen eine Weile. „Wirst du gehen?“, fragte Lizan. „Ich will nicht aber ich muss!“, sagte Sevo. „Und warum sagtest du, dass du niemals gehen wirst?“, fragte Lizan. „Weil ich wütend war. Ich möchte es ihr auch nicht zu leicht machen, für mich war es auch nicht leicht, nie Lizan!“, sagte Sevo. „Ich weiß, aber das meinte ich vorhin, vergiss das du wütend bist, vergiss kurz deinen Stolz und höre in dich hinein. Was willst du tief in dir drinnen!“, sagte Lizan. „Ich glaube, das weiß ich selber nicht!“, erwiderte Sevo. „Dann suche und finde es heraus. Obwohl ich denke, tief in dir drinnen kennst du die Antwort!“, sagte Lizan. „Wo soll ich anfangen?“, fragte Sevo. „Am besten bei dir selbst, erforsche dich!“, sagte Lizan und Sevo wusste, dass dies er eine lange Zeit benötigen würde, Zeit, die er vielleicht nicht hat. „Eines wundert mich, warum hat Dido nichts gesagt, er hat doch gewusst, dass sie in Gefahr waren?“, fragte Sevo. „Es gibt Dinge, die musst du alleine erledigen, ohne Hilfe und Bitten von Dido!“, sagte Lizan. Sevo dachte über die Worte von Lizan nach. „Wärst du nach Dranada, wenn Dido es dir gesagt hätte?“, fragte Lizan. „Ich weiß nicht, nein, ich denke ich wäre nicht nach Dranada!“, sagte Sevo. „Es gibt noch ein weiteres Problem, du hast einen Wettkampf und Eiskönigin Xenine wird sehr böse sein, wenn du nicht daran teilnimmst!“, sagte Lizan. „Was soll ich denn machen, ich kann nicht nach dem Wettkampf mach Dranada gehen, ich muss jetzt nach Dranada!, erwiderte Sevo. „Mein Junge, ich will damit sagen, dass du zurückkommen sollst!“, sagte Lizan und er hatte einen traurigen Blick. „Es wird schwer, Mahid ist unberechenbar, ein zweites Mal wird er mich nicht so einfach gehen lassen!“, sagte Sevo. „Dann komme ich mit dir!“, sagte Lizan.

„Nein, mein Freund, das ist meine Sache. Hier ist Srebron, dort Dranada!“, sagte Sevo. „Hier ist kein Friede für dich möglich und dort es recht nicht“, sagte Lizan. „Ich werde sie noch einmal befreien, ganz sicher. Komme ich nicht mehr zurück Lizan, dann sollst du wissen...“, sagte Sevo aber Lizan unterbrach ihn. „Ich weiß, und was heißt hier nicht mehr zurückkommen, du kommst zurück sonst ziehe ich dir die Ohren lang und nun geh in dein Zimmer!“, sagte Lizan streng. „Jawohl, eure Hoheit!“, sagte Sevo, lächelte und ging hinauf in sein Zimmer. „Du hast ihn sehr gern!“, sagte eine Stimme. Der alte Lizan drehte sich um und sah Dido. „Ja Dido, und ich hasse eine Sache!“, sagte Lizan. „Welche Lizan?“, fragte Dido. „Warum muss es der Junge immer so schwer haben, warum muss er immer kämpfen und kann sich nie ausruhen. Warum kann er nicht einmal Glück haben in seinem Leben?“, fragte Lizan und warf böse ein Stück Holz in das Feuer. „Weil es sein Schicksal ist, dagegen kann keiner etwas machen oder vielleicht doch...?!“, erwiderte Dido. „Er hat das schlimmste Schicksal und lässt sich nie etwas anmerken oder sich bemitleiden!“, sagte Lizan. „So ist er eben Lizan, wir kennen ihn nicht anders. Aber nur so kann er wachsen und aus ihm werden was er in sich trägt. Wenn er es findet, ist er reich. Selbstmitleid hat noch keinem geholfen. Ich möchte das er mehr Fragen stellt, sich selbst stellt.“, sagte Dido. Lizan nickte. "Sevo hat sich trotzdem ein wenig geändert, liegt das an ihr?", fragte Lizan. "Ich glaube jeder von den beiden trägt ein Stück des anderen in sich. Das eine kann nicht bestehen oder das andere". sagte Dido. „Ich weiß wirklich nicht, ob er von Mahid zurückkommt!“, sagte Lizan sorgenvoll. „Das liegt an Mahid!“, sagte Dido. „Was wird Mahid vorhaben?“, fragte Lizan. „Eine Revanche, er wird mit Sevo kämpfen wollen, da bin ich mir sicher!“, sagte Dido. „Nova opfert Sevo für Yescada oder Yescada opfert Sevo?“, fragte Lizan. „Er opfert sich alleine!“, erwiderte Dido. „Ich hab ihn noch nie so wütend gesehen als er Nova gesehen hat!“, sagte Lizan. Dido lächelte. „Einen Augenblick lang habe ich gedacht sie werden sich noch bekämpfen!“, sagte Lizan erschrocken. „Ich hoffe das passiert nicht!“, sagte Dido. „Ich hoffe ja auch, dass sie sich vertragen aber nun liegt es an Sevo und an seiner Sturheit!“, sagte Lizan. „Er wird viel nachdenken und nicht schlafen können, sie auch nicht. Sie müssen ganz von vorne anfangen, alle müssen von vorne anfangen!“, sagte Dido…..

 

 

Kapitel 12

...„Nanu, so schnell zurück?“, fragte Cecile. „Ja, das reicht!“, sagte Nova und klopfte dem Pferd auf den Hals. „Du hättest ruhig länger mit dem Pferd ausreiten können, sagte Cecile. „Nein danke, es war schon schön genug und wir haben so wenig Zeit!“, sagte Nova etwas verlegen. „Ich weiß zwar nicht, warum ihr nicht miteinander auskommt aber glaube mir Nova, er ist ein guter Mensch, wenn nicht sogar der Beste in Yescada!“, sagte Cecile und streichelte das fliegende Pferd. „Ich denke auch, dass er ein guter Mensch ist!“, erwiderte Nova. „Darum bitte ich dich, mit ihm kein falsches Spiel zu spielen, er hat es schon schwer genug auch wenn das keiner sagt und weiß!“, sagte Cecile. Nova drehte sich um und sah nachdenkend weg. „Ich weiß zwar nicht was zwischen euch ist oder war aber bringe das in Ordnung. Sevo kann es nicht von alleine, selten gibt er sich einen Ruck. Er braucht Freunde Nova, Feinde hat er schon genug!“, sagte Cecile. „Meinst du ich bin sein Feind?“, fragte Nova streng und sah Cecile an. „Nein, aber du kannst ihm bestimmt mehr geben als jetzt!“, sagte Cecile. „Glaubst du Sevo gibt immer alles?“, fragte Nova und hob die Augenbrauen. „Manchmal ja, und immer alles wenn er die Menschen mag.

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Die, die ihm besonders nahestehen, wissen, was sie an ihm haben. Er opfert sich nicht selten. Jedoch wird er viel zu sehr enttäuscht, wenn der Weg nicht zu Ende gegangen wird. Wundere dich nicht über seinen Sarkasmus, es ist seine Art mit den hässlichen Dingen fertig zu werden. Er wirkt immer sehr stark aber auch er benötigt seine Zeit. Auch er denkt nach!“, sagte Cecile. „Welche Zeit?“, fragte Nova. „Er zieht sich zurück, sucht die Einsamkeit und denkt über alles nach. Er setzt sich dann alleine mit den Sachen auseinander. Keiner hilft ihm dabei, er lässt sich auch nicht helfen. Er hat keine Schulter zum Anlehnen obwohl er sie sicher benötigt. Zugeben würde er das nie!"

„Du kennst ihn gut und magst ihn wohl sehr?“, fragte Nova. „Ja und nicht nur ich. Der alte Lizan kennt ihn auch sehr gut aber am meisten Dido!“, sagte Cecile. Nova wurde etwas nachdenklich und sagte nichts mehr. „Magst du ihn?“, fragte Cecile. „Er ist so unverschämt!“, erwiderte Nova. „Magst du ihn?“, fragte Cecile noch einmal mit Nachdruck. „Cecile, er ist frech, hat kein Benimm und will immer das letzte Wort haben. Alles muss nach seiner Nase gehen!“, sagte Nova aufgeregt. „Er ist eben anders als alles andere was wir kennen, was du kennst und du magst ihn vielleicht ein wenig deswegen!“, erwiderte Cecile. „Quatsch!“, sagte Nova. „Ich wünschte es wäre Quatsch. Provozierst du ihn auch gerne?!“, erwiderte Cecile. Nova sagte nichts sondern sah nur Cecile an. „Warum kommt er eigentlich mit dir gut aus, er hasst doch den Stand, du bist doch eine Prinzessin?“, fragte Nova schließlich. Prinzessin Cecile lachte dann auf. „Natürlich hatten wir beide am Anfang eine schwere Zeit als wir uns kennenlernten. Er war arrogant, eingebildet und wirklich unverschämt aber wir haben uns dann näher kennengelernt. Er wurde wie ein großer Bruder für mich und es interessierte ihn nicht mehr, dass ich eine Prinzessin war. Nicht das du denkst, wir würden nicht streiten. Er streitet sehr gerne aber trotzdem ist er da, wenn man ihn braucht!“, erwiderte Cecile. „Ja er streitet wirklich sehr gerne und geht nicht selten an die Grenze. Manchmal überschreitet er auch diese!“, sagte Nova.

„Ach komm, so schlimm?“, fragte Cecile. „Ja, ich habe ihm eine Ohrfeige geben müssen in Srebron!“, sagte Nova. „Was?“, sagte Cecile und lachte. „Ja, was ist daran so komisch?“, fragte Nova böse. „Noch nie hat ihm ein Mädchen eine Ohrfeige gegeben, das Gesicht hätte ich gerne gesehen!“; sagte Cecile und lachte weiter. Nova war aber nicht zum Lachen zumute. „Na, können wir endlich gehen, hast du mich genug schlecht gemacht?“, fragte Sevo, der unterdessen zurückkam und unterbrach die peinliche Situation für Nova. „Nicht ausreichend genug aber wenige Worte von mir genügen, damit jeder erkennt, wie du bist. Ein unverschämtes kleines Kind!“, sagte Cecile lächelnd. „Oho, nur wenige Worte, dann ist ja gut!“, sagte Sevo lächelnd. Sevo mied weiterhin jeden längeren Augenkontakt mit Nova und er sprach nicht mit besonders viel mit ihr. „Wohin wollt ihr denn gehen?“, fragte Cecile. „Wir müssen nach Dranada aber der Drache Onyx ist noch draußen. Ich weiß nicht, wie wir ihn loswerden können!“, sagte Sevo. „Lass das nur meine Sorge sein. Pass auf Nova, jetzt lasse ich es in ganz Yescada regnen und der Drache Onyx hasst den Regen. Tartas wird sich jetzt verdunkeln und es wird ein Gewitter geben. Der Drache Onyx hasst mich dafür!“, sagte Cecile und lachte. Sevo lachte auch und Nova beobachtete, wie sich Tartas verdunkelte als Prinzessin Cecile ihre beide Arme nach oben hob. „Also passt gut auf ihr zwei, ich werde mit meinem Adler hinausfliegen und den Drachen Onyx ablenken. In der Zwischenzeit wird es zu regnen aufhören und es werden verschiedene Regenbogen entstehen. Ihr steigt auf die nächste Wolke und rutscht auf einen Regenbogen hinunter, der euch direkt zur Wüste Dranada bringt. Habt ihr mich verstanden?“, fragte Cecile. „Klar!“, sagte Sevo erfreut. „Danke Cecile!“, sagte Nova. „Dankt mir nicht, das tue ich gern, vielleicht brauche ich einmal eure Hilfe!“, erwiderte Cecile. „Jederzeit!“, sagte Sevo. „Jederzeit!“, sagte Nova ebenfalls. Es blitzte und donnerte. Die Wolke kam und Nova und Sevo stiegen auf sie. Sie sahen Cecile an und winkten ihr aber Sevo wollte nicht so recht gehen. „Na los, mir passiert schon nichts!“, sagte Cecile und lächelte. Prinzessin Cecile stieg auf ihren Adler und flog los. Es fing langsam zu regnen an und dann goss es in Strömen. Prinzessin Cecile flog hinaus und überschritt ihre zulässige Grenze. Der Drache Onyx kam sofort auf sie zugeflogen und war total wütend. „Cecile, ich hasse den Regen, stoppe ihn sofort!“, schrie er. „Welcher Regen?“, fragte Cecile und entwich ihm immer wieder als der Drache Onyx sie einkreisen wollte. „Frage nicht so dumm!“, schrie der Drache Onyx erbost und flog jetzt in einer Kampflinie. Er drehte sich in der Luft und Prinzessin Cecile sah, dass er langsam ernst wurde. Sie sah zur Wolke auf der Nova und Sevo saßen und sah, dass sie weit genug entfernt waren. Sie waren außer Reichweite des Drachen Onyx. „Nun mach mal nicht so einen Wind Onyx, ich gehe ja wieder zurück!“, sagte Cecile und hob ihre rechte Hand und der Regen hörte prompt auf. „Das will ich dir auch geraten haben!“, sagte der Onyx eingebildet. Prinzessin Cecile flog zurück und flüsterte, „Viel Glück ihr zwei!“

Die Sonne schien wieder, der Drache Onyx war zufrieden und Yescada erfrischt vom Regen. Es bildeten sich viele Regenbogen und die Wolke flog auf einen entgegen, der genau seinen Bogen auf Dranada beendete. „Komm steig drauf!“, sagte Sevo zu Nova als sie angekommen waren. „Auf den Regenbogen?“, fragte Nova ungläubig. „Ja, komm schon, halte dich an mir fest, wir rutschen ihn hinunter bis nach Dranada.

….. Sevo wusste, dass sie beide nicht stark genug waren, um den Drachen Onyx noch einmal zu besiegen. Nova und Sevo waren keine Einheit mehr wie auf der Insel Nekretes und Sevo wusste das. Nova wusste das auch. Sie stieg auf den Regenbogen und hielt sich an Sevo fest. Sie umarmte ihn von hinten und Sevo nahm den fliegenden Teppich an sich. Einen Augenblick lang war eine merkwürdige Stille und jeder Laut verstummte. Sevo schloss die Augen und spürte eine Wärme, die von Nova ausging. Sie durchströmte seinen Körper. Nova legte den Kopf zu Seite und lehnte sich an Sevos Rücken. Sie schloss ebenfalls die Augen und spürte, dass sie sicher war. Weit weg von irgendwelchen Gefahren aus Yescada. Sevo stemmte sich gegen die Wärme aber es nützte nichts. Er öffnete die Augen drehte sich zu Nova und flüsterte, „Bereit?“ Nova öffnete ihre Augen. „Bereit!“, erwiderte sie leise. Sevo ließ sich dann mit Nova los und rutschte den Regenbogen hinunter. Sie wurden immer schneller. Novas Haare wehten im Wind und Sevo kamen die Tränen vom Gegenwind. Sie rutschen mit hoher Geschwindigkeit auf Dranada zu. „Woooh!“, schrie Sevo langsam auf, da er merkte, dass sie zu schnell waren. „Brems!“, sagte Nova, die ebenfalls bemerkte, wie schnell sie waren. „Würde ich ja gerne!“, erwiderte Sevo. „Wie du kannst nicht bremsen?“, fragte Nova und wurde etwas lauter. „Ja ich kann nicht, wie oft soll ich es denn noch wiederholen!“, erwiderte Sevo streng. „Na toll!“, sagte Nova und hielt sich noch fester an Sevo. Beide schrien als sie auf die Wüste Dranada zurasten. Schließlich kamen sie zum Ende des Regenbogens und wirbelten beide einige Meter in der Luft bis sie in den Sand fielen.

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Sevo fiel als erster in den heißen Sand von Dranada und Nova auf ihn drauf. „Ahhh!“, schrie Sevo auf. „Was ist denn?“, sagte Nova und ihre langen blonden Haare hingen wie ein Wasserfall vor ihrem Gesicht. „Eigentlich gar nichts aber würde es dir was ausmachen, dass du von meinem Rücken hinuntersteigst?“, fragte Sevo. „Nun hab dich nicht so, ich habe mir ja auch wehgetan!“; erwiderte Nova und stieg von Sevos Rücken. Nova war noch etwas benommen vom Sturz und kniete vor Sevo, strich sich ihre Haare vom Gesicht und sah ihn an. Sevo hielt sich mit seiner Hand den Rücken und verzog das Gesicht. „In ganz Dranada muss sie ausgerechnet auf meinen Rücken landen!“, murmelte Sevo vor sich hin und richtete sich auf. „Wie bitte?“, fragte Nova, die Sevos Gemurmel nicht verstand. „Nichts!“, erwiderte Sevo. Hier ist dein Teppich!“, sagte Sevo und warf ihn vor Nova. „Danke!“, sagte Nova und nahm in an sich. Nova stand auf und folgte Sevo, der auf die Dünen zuging. „Woher weißt du wohin wir gehen sollen?“, fragte Nova erstaunt. „Ich weiß es eben!“, erwiderte Sevo eingebildet. Nach ein paar Schritten wirbelte der Wüstenwind auf und peitschte Sevo ins Gesicht. Es brannte in Sevos Gesicht aber er lächelte und flüsterte, „Danke Fatiora!“ Nova trottete hinter Sevo her und sagte nichts. Sie wusste, dass Fatiora in der Nähe war und sie war froh darüber.

Sie dachte jetzt verstärkt an ihren Bruder und ihre Freunde in Dranada, in der Fatamorgana Lizak. Sevo setzte sich schließlich hin und wickelte sich einen schwarzen Turban um den Kopf. „Was machst du denn da?“, fragte Nova erstaunt. „Ich erweise den nötigen Respekt!“, erwiderte Sevo kurz und stand wieder auf. „Warst du früher etwa in Mahids Räuberbande?“, fragte Nova erschrocken. Sevo drehte sich zu ihr um und sagte nichts. „Warum antwortest du mir nicht?“, fragte Nova. „Auch ich habe meine Geheimnisse!“, erwiderte Sevo kurz und wurde von Schritt zu Schritt immer ernster. „Wir sind bald da!“; sagte Sevo. Nova hatte ein mulmiges Gefühl. Ihr Gewissen plagte sie. „Halt, wohin gehen wir?“, fragte Nova und blieb stehen. Sie hatte etwas Angst bekommen, da Sevo genau wusste wohin er ging, so hatte sie sich das nicht vorgestellt. Sie konnte sich aber auch nicht vorstellen, wie sie zur Fatamorgana kommen sollten. Sie hoffte das Fatiora sie führen und beschützen würde. Nova wusste, dass keiner den Weg in Dranada kennen kann, der kein Räuber war. „Ich gehen einen alten Pfad entlang, hast du etwa Angst?“, fragte Sevo ruhig, drehte sich zu ihr um und seine Augen waren entschlossen. Man sah, dass er wusste was ihn erwartete. „Natürlich habe ich keine Angst, ich habe nie Angst, vor was denn?“, fragte Nova verärgert. „Dann ist ja gut!“, erwiderte Sevo und ging weiter. Sevo holte schwarze Farbe heraus und malte drei schwarze Striche unter jedes Auge. Nova sah dies und wurde immer unruhiger. „Es ist nicht mehr weit, wir sind fast da!“, sagte Sevo und ging weiter. „Sevo!“, schrie Nova. Sevo blieb stehen. Drehte sich um. Er war schon 50 Meter von ihr entfernt. Sevo sah sie an. „Sevo!“, schrie sie wieder und ihre Stimme veränderte sich. „Was ist denn?“, fragte Sevo gelassen. Sie ließ denn Teppich fallen und Tränen liefen über ihr Gesicht. Dann rannte sie auf Sevo los. Sevo sagte nichts, sondern sah sie nur an, wie sie auf ihn zulief. Schließlich umarmte sie ihn und hielt ihn fest. Die Tränen liefen über ihr Gesicht. Sevo wollte sie wieder von ihm loslösen aber sie hielt sich immer wieder noch stärker fest. Sie wollte nicht, dass er sieht wie sie weinte. „Was ist denn?“, fragte er leise. Schließlich umarmte er sie ebenfalls. „Es ist gut Nova!“, flüsterte Sevo. „Bevor du gehst muss ich dir noch was sagen!“, sagte Nova. „Ich weiß!“, erwiderte Sevo. „Nein, du weißt nicht. Mahid wird nämlich...“, wollte Nova sagen aber Sevo unterbrach sie und sagte, „Ich weiß!“
Nova hielt Sevo noch fest. „Er wird dich nicht gehen lassen!“, sagte Nova. „Das habe ich von Anfang an gewusst!“, erwiderte Sevo. „Nova sah jetzt Sevo mit Tränen an. „Aber wenn du das gewusst hast, warum gehst du dann zu ihm?“, fragte Nova. „Weil es meine Freunde sind und ich keine andere Wahl habe!“, erwiderte Sevo. Sie streichelte über Sevos Gesicht, die Stelle an der sie zuvor in Srebron geohrfeigt hatte. Sevo zuckte zurück. „Nicht Nova!“; sagte Sevo. „Es tut mir leid, es tut mir so leid!“, sagte Nova. „Nein, es ist schon gut!“, sagte Sevo und ließ Nova los. Sie sah, dass es eben nicht gut war, es war alles nicht gut. „Du hast alles gewusst!“, sagte Nova. Sevo blieb wieder stehen. „Ja, nicht nur ich, auch Lizan. Wüstenskorpion Mahid hat euch bestimmt versprochen, dass er euch alle freilässt, wenn er mich bekommt. Du müsstest mich holen, du hattest keine andere Wahl. Auch das wussten wir!“, erwiderte Sevo. „Aber wieso?“, stammelte Nova. „Warum sollte ich dir sagen, dass ich alles weiß. Ich habe dir gesagt es ist schon gut. Mach dir jetzt keine Sorgen mehr!“, sagte Sevo und lächelte Nova zu. Nova glaubte ihm nicht. „Wirklich!“, flüsterte Sevo und lächelte beruhigend noch einmal. Sie sah, dass er sie nur beruhigen wollte. Der Wind wehte den fliegenden Teppich zu Novas Füßen......

 

Kapitel 13

...„Oho, mein kleiner Freund, wieder alleine unterwegs?“, fragte eine Stimme. Der Waise Sevo drehte sich um und sah Dido auf einer Düne sitzen. Rex bellte einmal zur Begrüßung. Prinzessin Nova schlich sich an die Düne heran und belauschte die beiden. „Ja, wie immer und glücklicher!“, antwortete Sevo. „Ob du glücklich bist mag ich zu bezweifeln!“, sagte Dido. Der Waise Sevo lächelte. „Prinz Mahid hat dir also deine Wünsche erfüllt?“, fragte Sevo und lenkte von Thema ab. „Mal sehen!“, antwortete Dido und lächelte ebenfalls. „Deine Freunde warten auf dich, wovor läufst du weg?“, fragte Dido. „Sie werden nicht lange auf mich warten, weil sie mich kennen. Ich laufe vor nichts weg, ich habe meine Aufgaben!“, antwortete Sevo und steckte einige Muscheln, die er am Strand gefunden hatte in die Tasche. 

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„Deine wichtigste Aufgabe nimmst du nicht ernst, warum Sevo, sage es mir?“, fragte Dido mit seiner warmen Stimme, die ein ungeheures Maß an Vertrauen ausstrahlte. Der Waise Sevo zögerte ein wenig aber dann sprach er. „Ich glaube an nichts mehr, ich zweifele an mir und an den ganzen Kampf. Der Tyrann Tratos wird immer stärker und ich denke nicht, dass wir ihn besiegen können, zumindest kann ich es nicht. Ich kann mit meiner Anwesenheit keinem helfen, noch zur Seite stehen. Alles was ich zu diesem Kampf benötige scheint nicht mehr in mir zu sein. Ich zweifele so oft und stelle mir tausend Fragen und bekomme doch nie eine Antwort!“, antwortete Sevo. „Es sind berechtigte Zweifel aber du hast die Kraft in dir. Du hilfst doch jedem und hast soeben deine Freunde befreit!“, sagte Dido. „Aber das war doch meine Aufgabe, mich befriedigt das nicht, ich verlange mehr und suche noch immer, ohne das gewisse etwas gefunden zu haben. „Wer fragt, der bekommt eine Antwort auch wenn er sie selbst geben muss, wer nicht fragt, der bleibt armselig und wird geführt von anderen. Seine Gedanken werden dadurch niemals frei sein. Vielleicht hast du bereits das gewisse etwas gefunden aber nun bist du zu schwach, um es zu nehmen!“, sagte Dido. „Wie zu schwach?“, fragte Sevo. „Vielleicht falscher Stolz. Was meinst du dazu, Nova?“, fragte Dido und Sevo erschrak. Nova kam vorsichtig hinter der Düne hervor, die ebenfalls erschrak, dass Dido sie erwischt hatte. „Na toll, jetzt belauscht sie uns auch noch!“, sagte Sevo sauer. Der Prinzessin Nova war die Situation etwas peinlich. 

 

"Komm zu uns Nova!“, sagte Dido. Prinzessin Nova kam ganz vorsichtig und setzte sich neben Dido. „Auch ich zweifle an mir und an der ganzen Sache. Manchmal weiß ich keinen Ausweg, ich weiß einfach nicht was ich machen soll. Ich weiß nur eines, es ist nicht mehr dasselbe, wenn du nicht bei uns bist, es fehlt einfach etwas!“, sagte Nova mit ruhiger Stimme und sah Sevo an. Dido legte seine Hand auf die Hand von Nova. „Du hast eine Verantwortung zu übernehmen in Srebron, wie auch in ganz Yescada!“, sagte Dido. „Fehlen wir dir nicht, nicht mal ein bisschen?“, fragte Nova. „Nein!“, antwortete Sevo energisch und entschlossen. „Das heißt ja!“, sagte Dido, lächelte Nova an und tätschelte paar Mal die Hand von Prinzessin Nova. Der Waise Sevo wurde böse. „Was mir fehlt, könnt ihr mir nicht geben, ganz einfach. Außerdem habt ihr alles was ihr braucht im näheren Umfeld!“, sagte Sevo. Prinzessin Nova wurde traurig und senkte ihren Kopf und dann hob sie ihn wieder. „Aber vielleicht, kannst du uns geben, was uns fehlt!“, sagte Nova und Dido sah Sevo lächelnd mit großen Augen an. Mit dieser Antwort hatte Sevo nicht gerechnet. „So was denn?“, fragte Sevo. „Das gewisse etwas was wir suchen, was unsere Zweifel verstreut und uns ein paar Antworten auf unsere Fragen gibt!“, sagte Nova. Dido küsste Nova auf die Wange für diese Aussage. „Besser hätte ich es auch nicht sagen können!“, sagte Dido und lächelte Sevo an. „Denke auch mal an uns, nicht immer nur an dich!“, sagte Nova. „Ach so, und weil ich so egoistisch bin, bin ich in die Wüste Dranada gereist, habe mich freiwillig dem Wüstenskorpion Mahid gestellt und euch befreit. Du hast recht Nova, ich bin sehr egoistisch!“, sagte Sevo sarkastisch. „Diese Art von Egoismus meinte ich nicht. Du verstehst mich nicht oder willst mich nicht verstehen. Vielleicht hast du auch nur Angst, Angst wie wir alle!“, sagte Nova.

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„Oooh nein, ihr vielleicht ich nicht!“, erwiderte Sevo. „Angst hat viele Gesichter, vielleicht hast du eine andere Angst als wir!“, sagte Nova. „Ich weiß nicht was du damit meinst!“, erwiderte Sevo. „Wirklich nicht?“, fragte Dido. „Auf welcher Seite stehst du Dido?“, fragte Sevo böse. „Auf eurer und auf der Seite der Wahrheit auf der du auch stehst und immer stehen solltest!“, antwortete Dido. „Ach, das heißt, ich stehe nicht immer auf der Seite der Wahrheit?“, fragte Sevo beleidigt. „Das musst du doch selber wissen und dir diese Frage selber stellen!“, antwortete Dido. „Jetzt habe ich auch noch Angst und mir fehlt die Wahrheit, das ist ja toll. Was kommt als nächstes, dass ich ein Verräter bin?“, fragte Sevo böse. „Nein, die Wahrheit ist tief in uns allen drin. Angst hast du vor, Offenheit, Kritik, Vertrauen, Gefühle und Zuneigung!“, sagte Nova. „So, na dann ist ja gut, dass ich eine Seelenklempnerin wie dich habe!“, erwiderte Sevo ironisch und Nova blickte weg. „Wenn ich doch so viel Angst vor diesen Sachen habe, dann hätte ja das einen Grund. Oh, ich weiß jetzt den Grund, ihr seid ja der Grund gewesen, welche mich immer mehr an den Grundwerten zweifeln lassen. Ich glaube nicht mehr so recht daran, dass es sie gibt. In meinen Augen glaube ich, dass ihr sie nicht mehr verkörpert!“, sagte Sevo in einem abwechselnden ironischen und bösen Tonfall. „Jetzt ist es raus oder? Das stört dich doch die ganze Zeit. Es sind böse Worte, die du soeben ausgesprochen hast aber trotzdem sind sie wichtig, weil du es so siehst oder sehen willst. Vielleicht haben wir auch was gemeinsames, was du auch nicht schätzstt, weil es dir nicht gefällt, weil du immer Recht behalten willst. Du bist es auch, der ohne Kompromisse seinen Kopf durchsetzen will und wenn es dir nicht passt, dann verlässt du alle und alles woran wir glauben. Ist das dein Feingefühl für uns? Du tust uns auch damit weh, vielleicht mehr als du ahnst. Du kannst einfach nichts vergessen oder? Du wirst immer nachtragend bleiben!“, erwiderte Nova und sah Sevo tief in die Augen. „Genau wie du oder traust du mir denn Nova?“, fragte Sevo jetzt verärgert, dem Novas Meinung ja ganz und gar nicht gefiel, vielleicht weil Nova ein wenig Recht und hatte und einen wunden Punkt bei Sevo ansprach. „Jedes Mal ein Stück mehr und ich werde es lernen müssen dir zu vertrauen. Ob du mir vertrauen kannst oder uns, ist deine Sache. Ich weiß, du brauchst deine Zeit und wir können nicht verlangen, dass du uns vertraust aber es wäre sehr schön!“, antworte Nova mit einer ruhigen Stimme. Der Waise Sevo schüttelte lächelnd den Kopf und sah weg.

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„Jetzt denkt er über deine Worte nach aber will es nicht zeigen!“, flüsterte Dido. „Ich gehe nach Srebron, viel Glück!“, sagte Sevo. „Genau das meine ich, so bist du, wie willst du denn nach Srebron gehen und rechtzeitig ankommen?“, fragte Nova. „Ich überquere schon irgendwie die Wüste und komme schon nach Srebron. Macht euch mal keine Sorgen!“, antwortete Sevo eingebildet. „Ach ja, dein Wettkampf!“, sagte Dido und sah Sevo merkwürdig wissend an. „Heißt das wohl Abschied für immer, ist das dein letztes Wort?“, fragte Nova. „Ja, mein allerletztes, leb wohl Nova!“, antwortete Sevo ernst und gelassen. „Dann wünsche ich dir, dass du gewinnst und ab und zu an uns denkst!“, sagte Nova und kam auf Sevo zu. „Danke, das werde ich, pass gut auf dich auf und pass gut auf die anderen auf!“, erwiderte Sevo. „Ein Umarmung für den Abschied?“, fragte Nova aber Sevo wollte nicht so recht. Dido warf einen Blick auf Sevo und deute an, er soll es doch zulassen. Schließlich stimmte Sevo mit einem Nicken zu. Prinzessin Nova umarmte ihn und drückte ihn an sich und der Waise Sevo legte ebenfalls seine Arme um sie. Prinzessin Nova schloss die Augen, hielt ihn ganz fest und der Waise Sevo merkte, dass sie ihn nicht loslassen würde. „Nova, du musst mich jetzt loslassen!“, flüsterte Sevo. „Wenn ich dich jetzt loslasse, dann gehst du für immer. Wir werden dich nicht mehr finden, weil du auch in Srebron nicht mehr bleiben wirst!“, erwiderte Nova leise. „Woher willst du das denn wissen?“, fragte Sevo und wollte Nova ansehen aber sie presste ihren Kopf gegen seinen. „Ist es denn nicht so?“, fragte Nova leise und Sevo schwieg, weil sie recht hatte. „Willst du mich noch haben?“, fragte Nova leise. „Was meinst du damit?“, fragte Sevo. „Willst du mich bei dir haben? Soll ich dich bis Srebron begleiten?“, antworte Nova als Erklärung. „Aber Nova, wie soll das gehen, du wirst hier gebraucht und musst alle nach Frania bringen. Wir können nicht mehr gemeinsam miteinander gegen etwas kämpfen!“, sagte Sevo. „Lass mich dich mit meinem fliegendem Teppich nach Srebron bringen!“, sagte Nova und sah Sevo. „Nein!“, sagte Sevo. „Wenn Prinz Mahid Dido zwei Wünsche erfüllen kann, dann kannst du mir diesen einen erfüllen!“, erwiderte Nova. „Da ist was dran!“, sagte Dido. Der Waise Sevo grinste ironisch zu Dido auf dessen Bemerkung. „Ich bin doch schon deinen Wunsch nachgekommen und zur Wüste Dranada gereist und jetzt auch noch mit dir nach Srebron?“, fragte Sevo. „Ja, das ist der letzte Wunsch, ganz bestimmt!“, erwiderte Nova. Der Waise Sevo wollte nicht und verzog das Gesicht. „Na wenn’s doch der letzte ist!“, sagte Dido mit merkwürdigem Tonfall und zog die Schultern hoch. Der Waise Sevo sah Dido dementsprechend an. „Schließlich nimmst du ja Rex auch mit!“, sagte Dido. Der Waise Sevo wollte trotzdem nicht und in ihm drin tobte ein Kampf, vielleicht der schwerste in seinem Leben. „Hier ist der fliegende Teppich!“, sagte Dido und der fliegende Teppich landete vor Novas Füßen. Der Waise Sevo ließ Nova los. „Dido, ich weiß nicht, ob ich das kann. Ich habe bereits meine Entscheidung getroffen. Nun, noch mal alles zu überdenken, dafür ist es zu spät, es geht einfach nicht!“, sagte Sevo. „Natürlich geht es, alles geht, wenn man nur will. Erinnerst du dich, das waren einmal deine Worte!“, sagte eine Stimme. Es war Alves. „Na toll, wie die Schwester, so auch der Bruder!“, sagte Sevo, der natürlich auf das Belauschen anspielte. „So ist es!“, erwiderte Alves. „Du hast schon einmal auf sie gut aufgepasst und wirst es wieder tun, noch besser als damals. Nach Frania bringe ich die anderen schon alleine. Nimm sie mit!“, sagte Alves. „Nein Alves, das muss er alleine wissen, er braucht niemanden, der ihn überredet!“, erwiderte Nova und Sevo strich ihr eine Strähne aus dem Gesicht. Das Eis um sein Herz schmolz und wie konnte er der Wärme von Novas Blick widerstehen. Es war mehr als Wärme. Innig und tief, mitten rein in den Stolz, in die Zweifel und Angst. „Nimmst du sie mit?“, fragte Dido. „Also...“, wollte Sevo gerade mit einem erklärenden Satz loslegen aber Dido unterbrach ihn sofort. „Also abgemacht bis dann!“, sagte Dido und rannte schnell über die Düne. Natürlich rannte Alves ebenfalls weg und man hörte ihn nur sagen, „Ich sage schon den anderen Bescheid!“ Der Waise Sevo schüttelte erstaunt den Kopf. „Sie haben mich ausgetrickst!“, sagte Sevo zu ungläubig zu sich selber. Er stand mit offenem Mund da. „Willst du?“, fragte Nova leise. „Ja, ich will!“, erwiderte Sevo. „Dann lass uns keine Zeit verlieren und sehen zu, dass du diesen Wettkampf gewinnst!“, erwiderte Nova froh. „Ich hoffe es!“, sagte Sevo. „Nein, ich weiß es!“, erwiderte Nova und küsste ihn. Das Meer rauschte......

 

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